Ebersdorf bei Coburg

Die Leiter bereitet Sorge

Ebersdorf bei Coburg — Die 66 Aktiven der Feuerwehr - von denen zehn auf die Jugendgruppe entfallen - sind hervorragend und umfassend ausgebildet. Vier von ihnen leisten zusätzlich...
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Ebersdorf bei Coburg — Die 66 Aktiven der Feuerwehr - von denen zehn auf die Jugendgruppe entfallen - sind hervorragend und umfassend ausgebildet. Vier von ihnen leisten zusätzlich zu ihrer Heimatfeuerwehr Dienst in Ebersdorf. Bei der Hauptversammlung ging Kommandant Thorsten Langbein detailliert auf den Dienst- und Übungsbetrieb ein: So leisteten bei den 47 Einsätzen statistisch 519 Aktive 561,6 Stunden. Zwar haben sich die Einsatzzahlen im Vergleich zu 2012 halbiert, proportional waren aber sehr viele Fehlalarmierungen und Bagatelleinsätze zu verzeichnen.
Die Truppmannausbildung und der Atemschutzgeräteträgerlehrgang wurden am Standort Ebersdorf durchgeführt. Eines machte Langbein auch klar: "In den nächsten Jahren wird die Zahl der Aktiven abnehmen." Deshalb müsse die Feuerwehr bereits jetzt die Weichen stellen, damit die Wehr künftig gut organisiert und aufgestellt sei. "Hier sind vorrangig die Legislative und die Exekutive gefragt, um zukunftsweisende Rahmenbedingungen zu schaffen", war die Forderung des Kommandanten.

Neues LF 20 kommt

Für heuer ist die Indienststellung des neuen Löschfahrzeugs LF 20 geplant, dessen Investitionsvolumen Thorsten Langbein auf etwa 430 000 Euro bezifferte. Der Kommandant rechnet für Ende Mai mit der Auslieferung. Die Übergabe ist für den 6. September vorgesehen. "Sorgenkind" der Feuerwehrleitung sei die 20 Jahre alte Drehleiter, die für ihren Unterhalt jährlich eine Menge Geld verschlingt und durch die Reparaturen Ausfallzeiten beschert. "Bei einer Einsatzauslastung von über 55 Prozent jenseits der Gemeindegrenzen kann und darf das nicht alleinige Aufgabe der Gemeinde Ebersdorf sein", betonte der Kommandant.
Als "Tunnel-Basiseinheit" für die ICE-Neubaustrecke wurde der Wehr nach Angaben Langbeins eine zusätzliche Aufgabe "aufs Auge gedrückt" und damit das Bayerische Feuerwehrgesetz umgesetzt. Künftig werden die Aktiven zu Schadensereignissen in den ICE-Tunneln zwischen Ebensfeld und Südthüringen alarmiert.
Für die Jugendwehr gab Oliver Stadter bekannt, dass im vergangenen Jahr zwei Neumitglieder dazu gestoßen sind. Auch der Feuerwehrnachwuchs war rege im Einsatz und unterstützte die Wehr bei vielen Veranstaltungen. Highlight war der Berufsfeuerwehrtag. Neben 40 Diensten wurden 120 Übungseinheiten absolviert, sich am Jugendleistungsmarsch und dem Jugendwissenstest beteiligt. Auch heuer ist der Terminkalender der Jugendgruppe wieder prall gefüllt.

Wenig Interesse am Infostand

Der Vereinsvorsitzende, Kim Schamberger, berichtete von einer positive Resonanz der Bevölkerung auf die Christbaumsammlung. Mehr Interesse aus der Bevölkerung hätte sich Schamberger hingegen am Infostand beim Kirchweihmarkt gewünscht. Ins Leben wurde das "Rosenmontagsvergnügen" gerufen. Gemeinsam mit der Schützengesellschaft Ebersdorf erfolgte das Maibaum-Aufstellen, das heuer am 30. April geplant ist. Mit weiteren Veranstaltungen habe man auch die Kameradschaft mit der Wehr in Lichtenfels gepflegt.
Die enge Zusammenarbeit, die mit den Aktiven der Feuerwehr Sonnefeld angestrebt wird, bezeichnete der Ebersdorfer Bürgermeister Bernd Reisenweber (Bürgergemeinschaft) als "zukunftsweisend". Der Bürgermeister zollte den Dienstleistenden Respekt für ihre vielfältige Einsatzbereitschaft, die sich auch auf überörtlicher Ebene erstrecke. Alexandra Kemnitzer
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