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Erlangen

Die Lades-Halle klingt und swingt

Musik  Neun Gruppen brachten beim Erlanger Jazz-Band-Ball das kostümierte Publikum richtig in Schwung. In drei Bereichen gab es die Wahl zwischen Reggae, Salsa, Rock 'n' Roll, Rhythm and Soul und vielem mehr.
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Erlangen — Sie jazzten, jammten, rockten und improvisierten, was das Zeug hielt, die Musiker beim Erlanger Jazz-Band-Ball. Allen voran Lokalmatador Thomas Fink aus dem Herzogenauracher Ortsteil Niederndorf, der wenige Monate vor seinem 80. Geburtstag mit seinem außergewöhnlich swingenden Jazzpiano das Publikum begeisterte.
Er hatte sich für sein Ensemble nicht nur Freunde, sondern auch Freundinnen eingeladen, heißt es in einem Bericht der Veranstalter, zum Beispiel die charismatische Sängerin und Songwriterin Caro Roth mit ihrem ausdrucksstarken und sicheren Jazz-Feeling. Am Schlagzeug sorgte mit Carola Grey eine der besten Drummerinnen Europas für den nötigen Drive.
Tenorsax-Legende Tony Lakatos, der eigentlich mit den "European Swing Allstars" auf dem Ball zu Gast war, lies es sich nicht nehmen, zusätzlich auf ein paar Songs bei seinem Freund Thomas Fink vorbeizuschauen. Die Allstars waren es auch, die den Ballabend eröffneten. Als Organisator Gottfried Heidrich den Musikern vor ihrer Verpflichtung den Ablauf des Erlanger Jazz-Band-Balls vorstellte, waren sie so begeistert, dass sie unbedingt auch als Brassband die Besucher beim Einlass begrüßen wollten.

Aus Ungarn und Uruguay

Alle acht internationalen Mitglieder der Band präsentierten sich bei ihren Bühnenauftritten später ebenso als Meister ihres Fachs, der englische Trompeter Colin Dawson, der lange Jahre bei der NDR-Bigband spielende amerikanische Posaunist Joe Galladro, der aus Uruguay stammende Tenorsaxophonist Wilson de Oliveira, der Ungar Tony Lakatos, der swingende Pianist Dirk Raufeisen aus Bern, der langjährige Kontrabassist des Paul-Kuhn-Trios, Paul G. Ullrich, und Bandleader Bernd K. Otto am Banjo. Von der Chris Barber Jazzband hatten sie sich den dynamischen Schlagzeuger Gregor Beck ausgeliehen.
Die bestens gelaunten Ballgäste in ihren fantasievollen Faschingsgarderoben hatten allerdings die Qual der Wahl, da in drei Areas mit neun Bands gleichzeitig musiziert und gefeiert wurde. Der Mix aus verschiedenen Stilrichtungen tat sein Übriges. Rock 'n' Roll von "Krüger Rockt!", Reggae von "Jamaram" oder heiße Salsa-Rhythmen von "Kfe d' Qba" brachten die Tanzflächen zum Beben. Besonderer Aufmerksamkeit durfte sich das Joe Bawelino Ensemble erfreuen, das mit Sandro Roy ein junges außerordentliches Talent an der Geige mitgebracht hatte.
Aber auch die einheimischen Bands standen in keinster Weise den anderen nach. "The Famous Downtown Streetparaders Revival Jazzband" als dienstälteste Oldtimeband Frankens, "2nd Line & Helen's Horns" mit Rhythm and Soul vom Feinsten und die "Groovemaker BigBand" der städtischen Sing- und Musikschule Erlangen spielten sich in die Herzen der Gäste. red

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