Kirchehrenbach

Die Kirchehrenbacher Steuereinnahmen sind so hoch wie noch nie

von unserer Mitarbeiterin Carmen Schwind Kirchehrenbach — "Wir haben einen sportlichen Vermögenshaushalt", kommentierte Bürgermeisterin Anja Gebhardt (SPD) den in der vergangenen G...
Artikel drucken Artikel einbetten
Anja Gebhardt
Anja Gebhardt
von unserer Mitarbeiterin Carmen Schwind

Kirchehrenbach — "Wir haben einen sportlichen Vermögenshaushalt", kommentierte Bürgermeisterin Anja Gebhardt (SPD) den in der vergangenen Gemeinderatssitzung beschlossenen Haushaltsplan 2015 der Gemeinde Kirchehrenbach.
Zusammenfassend zählte sie auf, dass Rücklagen für beispielsweise ein Feuerwehrauto, das Radwegenetz, einer eventuellen Nutzungsänderung des Hallenbads oder den Breitbandausbau gebildet worden seien. "Wir haben viele gute Projekte für dieses Jahr vorgesehen. Wenn wir das alles schaffen, haben wir viel erreicht", beschloss die Bürgermeisterin den Tagesordnungspunkt. Zuvor hatte Kämmerer Bastian Holzschuh die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan kurz umrissen: Der Verwaltungshaushalt soll demnach in den Einnahmen und Ausgaben mit etwa 3,08 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt mit etwa 950 000 Euro abschließen. Kreditaufnahmen sind keine vorgesehen.
Ebenso gibt es keine Veränderungen bei der Grund- und Gewerbesteuer. Positiv bemerkten die Räte, dass die Steuereinnahmen einen neuen Höchststand erreicht hatten. Einkommen- und Umsatzsteuer haben sich demnach gegenüber dem Jahr 2011 um 33 Prozent erhöht. Einer der Gemeinderäte hinterfragte jedoch, warum die Gewerbesteuer dagegen eine sinkende Tendenz aufwies.
Gebhardt erklärte sich dieses Phänomen so, dass manche mittelständische Unternehmen wohl investieren und damit Steuern wegfallen würden.

Einnahmen gehen zurück

Mehreinnahmen würden auch durch die im Vorjahr beschlossene Gebührenerhöhung der Kindertagesstätte entstehen, erklärte Holzschuh. Mehrausgaben dagegen entstünden beim Walberlafest, und beim Punkt "Kirchliche und soziale Einrichtungen" haben sich die Ausgaben von 18 000 auf 70 000 Euro erhöht. Auf Nachfrage eines Gemeinderats erklärte Holzschuh, dass die Gemeinde hier jedoch nach wie vor kostendeckend arbeiten würde. Beim Wald würden sich ebenfalls die Einnahmen reduzieren.
Da die Kostenentwicklung im Bereich Wasserversorgung weiterhin zu Defiziten führt, sei eine künftige Erhöhung der Wassergebühr von 70 auf 75 Cent pro Kubikmeter notwendig. In einer Grafik zeigte der Kämmerer, dass sich seit 1991 die Einnahmen besser entwickeln würden als die Ausgaben und meinte: "Das ist langfristig die richtige Entwicklung."
In einem Turnus von sechs Jahren werden bei der Feuerwehr von deren Mitgliedern der Erste und der Zweite Kommandant neu gewählt. In deren letzter Sitzung waren Dietmar Willert als Erster und Bernd Gebhard als sein Stellvertreter bestätigt worden.
Seit 1997 haben Willert und Gebhard ihr Amt inne. In der Gemeinderatssitzung wurde die Wahl der beiden einstimmig bestätigt.

Zu bestimmten Zeiten

Der CSU-Ortsverband hatte im Vorfeld beantragt, dass die Beratungsstunden für Pflegebedürftige und deren Angehörige im Gebäude der Verwaltungsgemeinschaft verlängert werden sollten.
Im letzten halben Jahr war die Beratung von der Caritas durchgeführt worden. Um nicht einen Anbieter vorzuziehen, beschloss der Gemeinderat, der Verwaltung zu empfehlen, einen Raum zu bestimmten Zeiten zur Verfügung zu stellen.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren