Gößweinstein

Die Jahrmärkte sollen attraktiver werden

von unserem Mitarbeiter Thomas Weichert Gößweinstein — "Die Gößweinsteiner Jahrmärkte sind eine Katastrophe im Angebot, nicht in der Organisation" - diese klaren Worte formulierte ...
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von unserem Mitarbeiter Thomas Weichert

Gößweinstein — "Die Gößweinsteiner Jahrmärkte sind eine Katastrophe im Angebot, nicht in der Organisation" - diese klaren Worte formulierte Gößweinsteins Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (BMG) bei der Sitzung des Tourismus- und Wirtschaftsförderungsausschusses.
Eingeladen dazu war auch Marktmeister Fritz Hofmann, dem eine hervorragende Arbeit bescheinigt wurde. Hofmann hatte die Gößweinsteiner Jahrmärkte wieder aufgebaut und publik gemacht. Der fast 70-jährige Kaufmann will jedoch so nicht mehr länger weitermachen, wenn sich beim Angebot nichts ändert."In die Jahrmärkte muss mehr Abwechslung rein. Zum Beispiel mit einem Bauernmarkt", sagt Hofmann.
Viele Vieranten würden sich auch zum Markt anmelden, aber dann einfach nicht kommen - zum Beispiel, weil das Wetter schlecht ist. Hofmann schlägt deshalb, schon vor im Voraus eine zehn Euro hohe Bearbeitungsgebühr zu verlangen. Andere Städte machten dies auch. Zudem sei der Standort in der Viktor-von-Scheffel-Straße alles andere als ideal. Oft herrsche drangvolle Enge zwischen und hinter den Ständen.
Der Marktmeister könnte sich die Jahrmärkte auf der Wiese hinter dem Friedhofsparkplatz vorstellen. Dort sei mehr Platz. Dieses Grundstück gehört allerdings der Kirchenstiftung Gößweinstein. Auch Bürgermeister Zimmermann bestätigte, dass sich Vieranten "ohne Ende" anmeldeten, viele dann aber einfach nicht kämen. Im vergangenen Jahr konnte der Kämmerer 863 Euro an Einnahmen durch Standgebühren verbuchen. Ein Jahr zuvor waren es nur knapp 500 Euro gewesen.

Eingezwickte Vieranten

"Der Standort dort außen ist für einen Markt tödlich", meinte Daniela Drummer (FW). Dem widersprach Hofmann jedoch, da die Besucherzahlen nach wie vor gut sind. "Es ist aber langweilig geworden, weil es immer dieselben Stände sind und die Vieranten sind eingezwickt bis zum geht nicht mehr", so Hofmann weiter.
Er schlug vor, dass die Gemeinde der Kirche die Wiese abkauft. Dann hätte sie auch gleich einen großen Veranstaltungsplatz. "Wen wollen wir mit einem Markt ansprechen?", fragte Jürgen Kränzlein (SPD). Er könnte sich vorstellen, dass man die Genussregion Oberfranken zum Thema macht. Wie es nun mit den Jahrmärkten weitergehen soll, wurde am Ende der Diskussion noch nicht entschieden.

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