Forchheim

Die Imker scharren schon mit den Füßen

Die Bienen sind noch in der Wintertraube auf engem Raum vereint. Die Imker sind unruhig und beobachten ihre Völker, die wegen des unsteten Wetters schon in ...
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Die Bienen sind noch in der Wintertraube auf engem Raum vereint. Die Imker sind unruhig und beobachten ihre Völker, die wegen des unsteten Wetters schon in Brut gehen können. Zeit, um sich weiteres Wissen anzueignen und sich auf kommende Herausforderungen vorzubereiten.
Blühende Landschaften, Bienenweiden und Bestäubung ist ein wichtiges Thema für den Imker mit seinen Bienen, und Wolf-Dietrich Schröber, Vorsitzender Kreisverband Imker Forchheim, freut sich in seinen Begrüßungsworten über die hohe Teilnehmerzahl. Er begrüßte nicht nur die Imker, sondern viele Kollegen und Freunde von Bund Naturschutz und aus Obst- und Gartenbau. Fast 70 Teilnehmer waren ins Gasthaus Egelseer nach Wiesenthau gekommen. Sein ausdrücklicher Dank galt Landrat Hermann Ulm (CSU) für die generelle Unterstützung der Imkerschaft und ihrer Bienen im Landkreis Forchheim, die auch heute durch seine Anwesenheit deutlich wird. Ulm ging in seinem Grußwort auf die Bedeutung der Bienen und deren Bestäubungsleistung ein und zeigte Aktivitäten im Landkreis auf, die die ökologische Vielfalt unterstützen.


Neun Hauptarten

Anschließend sprach Karsten Burghardt, Obmann des Fachbereiches Bienenweiden und Naturschutz des Landesverbandes Bayerische Imker, als Hauptreferent.
Weltweit gibt es neun Haupt-honigbienenarten. Bis 80 Prozent der Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Honigbienen angewiesen. 30 bis 40 Prozent der menschlichen Nahrung stammen von bienenbestäubten Pflanzen. Von den Nutztieren steht die Biene auf Platz drei hinter Rind und Schwein. Zu Ende der Ausführungen zeigte Burghardt Trachtpflanzen auf und ging auf deren Besonderheiten ein. Ulrich Buchholz vom Bund Naturschutz berichtete über Projekte von blühenden Landschaften im Kreis Forchheim. Unter Berücksichtigung von nektar- und pollenspendenden Pflanzen, den vorhandenen Böden sowie den bestäubenden Insekten ist eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten gegeben.Die einzelnen Projekte Bienenwiese Kreislehrbienenstand Lützelsdorf, Bieneninsel mit Streuobst Burg Feuerstein und Radweg Heroldsbach mit ihren Besonderheiten standen im Mittelpunkt der Ausführungen.
Es war eine gelungene Veranstaltung. Dies zeigte auch die Diskussion nach Ende der Vorträge, als viele Teilnehmer noch zusammenstehen und sich austauschen. Heinrich Kattenbeck, Altvorstand der Ortsgruppe Kirchehrenbach/Weilersbach des Bundes Naturschut, und Schröber waren sich einig, zwischen Kirchehrenbach und Leutenbach eine bienenfreundliche Blühwiese aufzubauen. red


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