Etzelskirchen
Workshop 

Die Heilkraft von Gewürzen

Um das Potenzial von Gewürzen voll auszuschöpfen, muss man einiges über ihre Wirkungsweise, Verarbeitung und Aufbewahrung wissen. Dazu gab es praktische Tipps.
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Renate Schuler
Renate Schuler
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Waltraud Enkert

Etzelskirchen — "Gewürze sind die besseren Medikamente!" Davon sind Sanja Loncar und Sabina Topolovec überzeugt. Beide kommen aus dem ehemaligen Jugoslawien und haben sich der Erforschung der Heilkraft von Gewürzen verschrieben.
Auch Renate Schuler aus Etzelskirchen ist überzeugt, dass Gewürze mehr können als nur Speisen Geschmack verleihen. Über ihre Tochter ist sie an eines der drei Bücher gekommen, das Sanja und Sabina zusammen mit zwei weiteren Autorinnen geschrieben haben. Und an einen Workshop vor zwei Jahren in Bischofsgrün. Da stand für Schuler, die seit 13 Jahren einen Hildegard-Laden in Etzelskirchen betreibt, fest, dass Sanja und Sabina ihr Wissen in unserer Region verbreiten müssen. In Form eines Vortrags und eines Workshops im Pfarrheim Etzelskirchen. Die beiden Sloweninnen teilen Gewürze in drei Gruppen ein. In der ersten findet man die mit großem Wasseranteil. Ihr Duft verfliegt sehr schnell. Trocknen ist daher nicht sinnvoll. Petersilie und Basilikum gehören beispielsweise zu diesen Gewürzen.
Die zweite Gruppe hat ihr Aroma im Innern, in Samen oder Knollen. Man muss erst reiben, bis das Aroma zum Vorschein kommt, etwa bei Rosmarin, Sellerie oder Kardamom.
Dann gibt es noch Gewürze, die unerwünschte Bestandteile haben, welche vorher entfernt werden sollen. Zum Beispiel Koriander. Will man mit Gewürzen, deren Aroma sich leicht verflüchtigt, Tee herstellen, sollte man nur etwa 70 Grad warmes Wasser verwenden. So bleiben die Gerbstoffe in der Pflanze, der Tee schmeckt angenehmer. Will man die Wirkung der Gerbstoffe nutzen, etwa gegen Durchfall, sollte die Pflanze einige Minuten mitgekocht werden.
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