Haßfurt

Die "Hawks" zeigen Kampfgeist

Eishockey-Landesliga Nordost  Nach einem 0:5-Rückstand erreichte der ESC Haßfurt in seinem letzten Saisonspiel gegen die EHF Passau mit 3:5 noch ein respektables Ergebnis. Wieder standen sechs Jugendspieler im Kader.
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Der Passauer Jürgen Lederer (rechts) taucht gefährlich vor dem Haßfurter Gehäuse auf, doch ESC-Torwart Martin Hildenbrand ist auf dem Posten.  Foto: Ralf Naumann
Der Passauer Jürgen Lederer (rechts) taucht gefährlich vor dem Haßfurter Gehäuse auf, doch ESC-Torwart Martin Hildenbrand ist auf dem Posten. Foto: Ralf Naumann
von unserem Mitarbeiter  Ralf Naumann

Haßfurt — Ende. Aus. Vorbei: Für die Haßfurter "Hawks" hat die "Sommerpause" begonnen. In der letzten Partie der Saison 2014/2015 in der Eishockey-Landesliga Nordost kassierten sie dabei nochmals eine Niederlage. Beim 3:5 (0:1, 3:4, 0:0) gegen den EHF Passau zogen sich die Thür-Schützlinge jedoch achtbar aus der Affäre. Danach sah es bei einem zwischenzeitlichen 0:5-Rückstand nicht aus.
"Schade, ein solch großer Rückstand ist nur ganz schwer wieder aufzuholen", ärgerte sich der ESC-Coach Lubos Thür einerseits über das Zustandekommen der Treffer, bei denen die "Blackhawks" teilweise leichtes Spiel hatten. Auf der anderen Seite aber lobte er seine Mannschaft, die ähnlich wie in Regen tags zuvor mit sechs Jugendspielern agierte und sich eine kämpferische Topnote verdiente. "Wenn wir die ganze Saison so gespielt hätten, dann könnte ich nicht meckern. Die Jungs haben alles gegeben. Ich bin sehr zufrieden, die Leistung war o. k.", gab er zu Protokoll.
Das kann er auch, schließlich mussten die Gäste nochmals gewinnen, um den Kissinger "Wölfen" - deren Partie beim EV Regensburg 1b abgesagt wurde - Platz 3 in der Endabrechnung noch wegschnappen zu können, der möglicherweise noch zu den Entscheidungsspielen um den Bayernligaaufstieg ausreicht. Dementsprechend gingen sie, auch wenn sie in Haßfurt bereits ihre dritte Partie innerhalb von drei Tagen bestritten, sehr motiviert zu Werke. Und nach einem knappen 0:1 nach dem ersten Abschnitt schraubten die Passauer das bis dato sehr ordentliche Ergebnis aus ESC-Sicht bis zur 35. Minute auf 0:5 in die Höhe. Eine ähnliche Klatsche wie beim ersten Aufeinandertreffen deutete sich an.

Drei Treffer in fünf Minuten

Doch die Hausherren wollten sich nicht ein zweites Mal abschlachten lassen und hielten weiter nach ihren Möglichkeiten dagegen. Mit Erfolg: Den bis dato schönsten Spielzug der Partie schloss Martin Stelcich mit dem Anschlusstreffer ab (36.). Marcel Schorr und David Franek (39., 40.) schafften bis zur Drittelsirene binnen einer Minute sogar noch die ebenso sehenswerten Treffer zwei und drei.
Während der letzten 20 Minuten gab es, wohl auch, weil die Kräfte der Gäste sichtlich nachließen, keinen Unterschied mehr zu sehen. Doch trotz intensiver Bemühungen bis zum Ende gelang den "Hawks" kein weiterer Treffer mehr. "Wir hätten sicher noch das ein oder andere Tor erzielen können. Das ist leider nicht passiert", meinte Thür.
Mit dem Verlauf der ganzen Saison war der Deutsch-Tscheche "nicht immer" einverstanden. "Es ist halt schwer, wenn nur ein kleiner Kader zur Verfügung steht, wichtige Leute sich verletzen und länger ausfallen." Ob Thür auch in der kommenden Saison an der Bande steht, bleibt offen. Es würden jetzt Gespräche mit Vorstand und Sportlicher Leitung geführt. Von seiner Seite aus besteht Interesse: "Ich möchte schon gern dabeibleiben. Die Stimmung in der Mannschaft war trotz der schlechten Serie immer o. k. Da kann ich gar nichts Negatives sagen. Mal schauen, was passiert."
ESC Haßfurt: Mar. Hildenbrand, Platten - Schorr, Rambacher, Marx, Stahl, Köder - Zösch, Max Hildenbrand, Franek, Kohn, Stelcich, Bates, Dietrich, Behr, Kurz, Schepel / SR: Braun, Guck / Zuschauer: 154 / Tore für Haßfurt: 1:5 (36.) Stelcich (Schorr), 2:5 (39.) Schorr (Franek, Stelcich), 3:5 (40.) Franek (Zösch) / Strafzeiten: Haßfurt 12 / Passau 12 plus Disziplinarstrafe gegen Nutz
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