Haßfurt

Die Haßfurter treten mit Mike Heindl in Bad Tölz an

"Die Anfangszeit passt diesmal", sieht Martin Reichert der Partie seiner Haßfurter Eishockey-"Hawks" (1./13) beim EC Bad Tölz 1b (4./7) am späten Sonntagnac...
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Mike Heindl
Mike Heindl
"Die Anfangszeit passt diesmal", sieht Martin Reichert der Partie seiner Haßfurter Eishockey-"Hawks" (1./13) beim EC Bad Tölz 1b (4./7) am späten Sonntagnachmittag um 17 Uhr durchaus erfreut entgegen, nachdem in Straubing zwei Wochen zuvor erst um 20 Uhr begonnen worden war. Freilich hofft nicht nur der Trainer des ESC Haßfurt, sondern gleichermaßen Spieler, Betreuer und Fans, dass die Zufriedenheit auf der Heimfahrt knapp dreieinhalb Stunden später noch größer ist. Vorausgesetzt, die Unterfranken setzen ihre Siegesserie in der Abstiegsrunde der Landesliga fort.
Ziel ist, das macht Reichert deutlich, "mindestens zwei oder sogar drei Punkte" einzufahren. "Zumindest wollen wir nicht mit nur einem Punkt nach Hause kommen oder sogar ganz leer ausgehen." Dass es nicht einfach wird, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, ist allen bewusst. In ihren fünf Partien bisher holten die kleinen "Löwen drei Siege in und gegen Straubing (5:4 nach Penaltyschießen, 4:3 n. P.) sowie gegen den EHC Nürnberg (4:3). Niederlagen kassierte die Mannschaft von Trainer Christian Walleitner derweil in Selb (2:7) sowie in Vilshofen (3:5). Auch wenn es in der Vorrunde der Gruppe 2 für die Oberbayern nicht sonderlich lief - am Ende landeten sie mit zwölf Punkten (50:56 Tore) nur auf dem siebten Tabellenplatz - sind sie also keinesfalls zu unterschätzen.


Viele junge Talente

Aktuell stehen im Tölzer Kader wieder viele junge Talente aus der eigenen Nachwuchsschmiede, aber auch verdiente Cracks. Etwa der 41-jährige Rainer Suchan, der früher für Ingolstadt, Wolfsburg und Augsburg in der Bundesliga (DEL) sowie in der 2. Liga für den SC Rießersee aktiv war. "Die wollen schon die Liga erhalten, um vor allem den Nachwuchstalenten der Oberligamannschaft in einer höheren Liga als nur der Bezirksliga Spielpraxis geben zu können", warnt Reichert vor einem "gut besetzten Gegner", der schon vor einem Jahr für einen schlechten ESC-Auftakt in die Abstiegsrunde sorgte. Mit 5:8 verloren die "Hawks" Ende Dezember 2015 beim damaligen Aufsteiger.


Wiedersehen mit Routinier

Diesmal soll es anders laufen. "Die Karten sind neu gemischt, wir wissen, was uns erwartet, und wir sind gerüstet. Ich bin guter Dinge, dass wir das Blatt wenden werden", zeigt sich ESC-Coach Reichert trotz allen Respekts für den Auftritt in Bad Tölz gerüstet. "Die Jungs wissen, welchen großen Schritt wir in Richtung Klassenerhalt wieder machen können. Dementsprechend engagiert und konzentriert werden sie die Begegnung angehen."
Im Endspurt - wenn alles nach Plan läuft, stehen für die "Hawks" noch fünf Partien auf dem Programm - können sich die Fans auf eine weitere Verstärkung freuen. Der gebürtige US-Amerikaner Mike Heindl, den nach einigen Jahren Pause zu Saisonbeginn der EC Bad Kissingen verpflichtete, wechselt nach Haßfurt und verstärkt am Sonntagabend den Angriff. Der 34-jährige Routinier, der schon in der Saison 2004/05 beim damaligen ERC Haßfurt sowie danach in Füssen, Bayreuth, Schweinfurt sowie Peißenberg und zuletzt wieder in Bad Kissingen unter Vertrag stand, für die er jedoch keine Partie bestritt, trainiert bereits seit einiger Zeit in der Kreisstadt. Am vergangenen Wochenende einigten sich der Kissinger Vorsitzende Michael Rosin und die ESC-Verantwortlichen auf den Transfer.
ESC Haßfurt: Martin Hildenbrand, Köhler - Marco Hildenbrand, Max Hildenbrand, Marx, Rambacher, Krapf - Thebus, Breyer, Kinereisch, Potocky, Slivka, Lang, Krepelka, Franek, Dietrich, Heindl, Kurz, Vollert, Hümmer

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