Tüchersfeld

Die Geschichte des 30-jährigen Krieges kommt ins Tüchersfelder Museum

Die geologische Abteilung in der Eingangshalle des Fränkische Schweiz Museums wird für 145 500 Euro neu gestaltet. Baubeginn ist noch in diesem Jahr. Die Fe...
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Hermann Ulm und Hermann Hübner, Museumsleiter Rainer Hofmann und Jens Kraus (v.l.) präsentierten Neuerwerbungen.  Foto: ThomasWeichert
Hermann Ulm und Hermann Hübner, Museumsleiter Rainer Hofmann und Jens Kraus (v.l.) präsentierten Neuerwerbungen. Foto: ThomasWeichert
Die geologische Abteilung in der Eingangshalle des Fränkische Schweiz Museums wird für 145 500 Euro neu gestaltet. Baubeginn ist noch in diesem Jahr. Die Fertigstellung ist für Ostern nächsten Jahres vorgesehen. Dann plant das Museum auch ein Europa-Projekt in Zusammenarbeit mit dem Museum Tachov in der Tschechei. Der Arbeitstitel: "Der 30-jährige Krieg in Franken und Böhmen." Dieses Großprojekt ist auf 445 000 Euro veranschlagt und soll über zwei Jahre laufen.
Dies waren neben der Verabschiedung des Museumshaushalts 2016 mit einer Erhöhung der Zweckverbandsumlage um 20 000 Euro die herausragenden Beschlüsse der Zweckverbandsversammlung. Für beide Projekte gibt es hohe Zuschüsse. So beläuft sich der Eigenanteil für die neue geologische Abteilung nur auf 14 550 Euro. Aus Mitteln des Förderprogramms "Leader" gibt es rund 102 000 Euro und von der Oberfrankenstiftung knapp 30 000 Euro an Zuschüssen dafür.


Geschichte erlebbar machen

Am teuersten für die neue geologische Abteilung ist ein so genanntes "Weiß-Modell", ein dreidimensionales Geländemodell für rund 70 000 Euro. Die geologische Ausstellung im Museum entspricht längst nicht mehr den fachwissenschaftlichen Erkenntnissen und hinkt auch in pädagogischer Hinsicht der Erwartungshaltung unserer Mediengesellschaft hinterher.
Für das Europaprojekt zum Thema 30-jähriger Krieg muss der Museumszweckverband unter dem Strich nur 66 700 Euro beitragen. Dieser Betrag werde nur indirekt durch Arbeitsstunden von Museumsleiter Rainer Hofmann und den Museumspädagogen Jens Kraus aufgebracht. Für das Projekt, das mit 85 Prozent der Kosten bezuschusst wird, sollen befristet auf zwei Jahre ein Kulturmanager und ein weiterer wissenschaftlicher Mitarbeiter eingestellt werden. Aufgabe dieses Kulturmanagers soll es sein, im Zusammenhang mit den Ausstellungsthemen zum 30-jährigen Krieg, der besonders in Oberfranken und in der Region Tachov in den Jahren 1618 bis 1648 schwer wütete, historische Stätten und Denkmäler in einem Netzwerk grenzübergreifend zu vereinen. Die gemeisame Geschichte soll erlebbar gemacht werden.


Spielzeug im Fokus

Ein weiteres bedeutendes Projekt, das mit 4000 Euro gefördert wird, ist laut Kraus die Frühjahrsausstellung 2017 zum Thema Spielzeug. Dabei handle es sich um eine Museums-Arbeitsgemeinschaft mit Gymnasiasten des Gymnasiums Fränkische Schweiz in Ebermannstadt. Damit soll erreicht werden, dass nicht nur Schulklassen das Museum besuchen, sondern die Kinder auch mit ihren Eltern und Großeltern über das Museum reden.
Hier zeigt sich Museumsleiter Rainer Hofmann optimistisch. An Pfingsten dieses Jahres habe es wegen der Mammutausstellung bereits eine Besuchersteigerung um 100 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des letzten Jahres gegeben. Insgesamt sei ein leichter Anstieg der Besucherzahlen zu verzeichnen gewesen. Letztes Jahr wurden 15 090 zahlende Besucher gezählt, im Jahr zuvor waren es nur 14 300. Kinder bis 16 Jahre sind dabei nicht berücksichtigt Sie haben freien Eintritt. Daran soll sich auch nichts ändern.

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