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Obernsees

Die Fränkische Schweiz soll Premiumziel für Wanderer werden

Obernsees — Die Herbstversammlung des mit rund 6500 Mitgliedern größten Vereins der Region, des Fränkische Schweiz-Vereins (FSV), in der Kulturscheune Obernsees war geprägt vom The...
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Berthold von Blumenthal
Berthold von Blumenthal
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Obernsees — Die Herbstversammlung des mit rund 6500 Mitgliedern größten Vereins der Region, des Fränkische Schweiz-Vereins (FSV), in der Kulturscheune Obernsees war geprägt vom Thema Wandern, das in Zukunft einen noch größeren Stellenwert in der Vereinsarbeit bekommen wird. Das machte auch die Neuwahl des seit einigen Jahren vakanten Postens eines Hauptwegemeisters deutlich. Fritz Sitzmann von der Ortsgruppe Eggolsheim ließ sich einstimmig zum Nachfolger von Edgar Rother wählen, der aus gesundheitlichen Gründen Anfang 2009 zurück getreten war.
Seine Hauptaufgabe sieht Sitzmann in der teilweisen Neustrukturierung der Wegepflege mit dem Ziel, die Arbeit mit Gebietswegewarten auf mehrere Schultern zu verteilen und mit der Neustrukturierung ein einheitliches Wanderwegmarkierungssystem für die gesamte Region zu installieren. Das ist auch das erklärte Ziel des Altlandrates und ersten FSV-Hauptvorsitzenden Reinhardt Glauber aus Pinzberg. Er will mit seinem Vorstoß, die Fränkische Schweiz als "Premiumwanderregion" zu etablieren, eine über vier Landkreise reichende Leader-Aktion in Gang setzen.
Glauber rechnet mit Kosten von rund einer Million Euro, die mit 80 bis 90 Prozent durch die EU und Oberfrankenstiftung bezuschusst werden könnten, so dass nur noch kleine fünfstellige Beträge für die Landkreise fällig wären. Die Tourismuszentrale soll, wie schon bei Frankenweg und Fränkischem Gebirgsweg, die Finanzierung übernehmen und die anfallenden Kosten anteilmäßig, wie jetzt schon bei der eigenen Etat-Finanzierung, auf die vier Landkreise verteilen.
Nach dem derzeitigen Schema würde der Landkreis Forchheim 48 Prozent der Restkosten, der Landkreis Bayreuth 35 Prozent, der Landkreis Bamberg zehn und der Landkreis Kulmbach nur sieben Prozent der übrigen Kosten übernehmen. Damit, so Glauber, ist eine zügige Umsetzung des Projektes möglich. Bis 2020, so die Vorstellungen, soll die Maßnahme abgeschlossen sein.
Einstimmig wiedergewählt wurde der bisherige Hauptwanderwart Dr. Berthold von Blumenthal, der in seinem Rechenschaftsbericht mehr als 250 geführte Wanderungen mit fast 3000 Teilnehmern erwähnte.

25. Heimattag in Waischenfeld

Es gab auch kulturelle Themen zu besprechen in der Sitzung, zu der alle Ortsgruppen- und Arbeitskreisleiter eingeladen waren. Zum Beispiel die bevorstehende Fränkische Weihnacht in Plech am 7. Dezember oder das 700-jährige Stadtjubiläum Waischenfelds im nächsten Jahr, das als kulturellen Höhepunkt den 25. Heimattag der Fränkischen Schweiz ausrichten wird. Aus diesem Grund wird auch Heft eins der Vereinszeitschrift im nächsten Jahr über Waischenfeld und seine Geschichte berichten, erläuterte Kulturausschussvorsitzender und Schriftleiter Walter Tausendpfund aus Pegnitz.
Wolfgang Huppmann nahm das Stichwort Stadtjubiläum zum Anlass, um in Montur eines mittelalterlichen Bürgermeisters zur 700-Jahrfeier nach Waischenfeld einzuladen.
Unzufrieden war man in der Versammlung damit, dass bei der Einweihung der "VHS-Kulturwerkstatt Morschreuth" vergessen wurde, die Arbeit des FSV, der die Malschule in Morschreuth - so hieß sie früher - aufgebaut und 40 Jahre geleitet hat, zu würdigen. "Das muss sich ändern", forderte Reinhardt Glauber. löw