Forchheim

Die Forchheimer Wehr hilft mit Wein, Wunden zu heilen

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Bei der Spendenübergabe: (v. l.) Heinz Bedürftig, Dennis Friedrich, Josua Flierl, Peter Eckert, Erna Stein (Paulinchen), Gabi Eckert und Kommandant Jürgen Mittermeier.  Foto: Pauline Lindner
Bei der Spendenübergabe: (v. l.) Heinz Bedürftig, Dennis Friedrich, Josua Flierl, Peter Eckert, Erna Stein (Paulinchen), Gabi Eckert und Kommandant Jürgen Mittermeier. Foto: Pauline Lindner
von unserer Mitarbeiterin Pauline Lindner

Forchheim — Der Weinstadtl der Forchheimer Feuerwehr ist inzwischen ein besonderes Highlight des Annafests. An der Schankstätte auf dem Weg vom Rappenkeller zum Glockenkeller hing in diesem Jahr ein auffälliges Plakat: Mit einem Kind, das in Flammen steht.
Es ist eine der warnenden Botschaften des Vereins "Paulinchen - einer Initiative für brandverletzte Kinder, die in Anlehnung an die "gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug" in der Parabel aus dem Struwwelpeter benannt worden ist. Für die Besucher des Weinstadls auch in diesem Sinn, vor allem aber als Hinweis, wen die Feuerwehr beabsichtigte zu unterstützen. "Wir haben von jedem verkauften Schoppen Wein 30 Cent dafür zurückgelegt", sagt Peter Eckert, einer der Hauptorganisatoren. "Unsere Trinkgelder legten wir auch dazu, und viele Besucher spendeten extra oder verzichteten auf die Pfandrückgabe", ergänzt seine Frau Gabi.
4600 Euro kamen so in elf Tagen zusammen. Am Freitag überreichten Feuerwehrvereinsvorsitzender Josua Flierl und Kommandant Jürgen Mittermeier im Auftrag ihrer Kollgen die Spende an Erna Stein. Die Schwabacherin vertritt "Paulinchen", das seinen Sitz in Norderstedt bei Hamburg hat, im hiesigen Raum und engagiert sich für das präventive Kinderprogramm. "Die Initiatoren, Familie Gottwald, gründeten den Verein 1993 aufgrund persönlicher Betroffenheit; bei mir war das ähnlich", erklärt sie und weist auf das oft lebenslange Leiden nach einer thermischen Verletzung hin. Der Begriff umfasst alle Körper- und seelischen Schäden, die Menschen durch Verbrennungen, Verbrühungen oder Verätzungen erleiden. Häufig ist deren Behandlung mit Operationen und Narben verbunden. Schmerzen und nicht selten eine hohe psychische Belastungen bleiben. "Deswegen versucht unser Verein, in der Rehabilitationszeit die Familien zu unterstützen, und gleichzeitig auf im Alltag lauernde Gefahren hinzuweisen."

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