Herzogenaurach

Die Föwe ist für die Stadt eine wichtige Interessengemeinschaft

von unserem Redaktionsmitglied  bernhard Panzer Herzogenaurach — Als der Brief von Michael Dassler kürzlich die Mitglieder der Förder- und Werbegemeinschaft (Föwe) erreichte, waren...
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von unserem Redaktionsmitglied 
bernhard Panzer

Herzogenaurach — Als der Brief von Michael Dassler kürzlich die Mitglieder der Förder- und Werbegemeinschaft (Föwe) erreichte, waren manche offenbar vor den Kopf gestoßen. "Damit haben wir nicht gerechnet", sagte beispielsweise Thomas Kotzer (Schreibwaren Ellwanger). Auch Helga Speth (Goldschmiede), selbst früheres Vorstandsmitglied, war sprachlos. Dassler selbst stellt im FT-Gespräch fest, dass die von ihm angekündigte Veränderung im Vorstand so sehr überraschend aber nicht gekommen sei, und mancher hätte damit rechnen können.
Kassier Markus Burkhardt ist der Einzige im Vorstand, der weitermachen möchte. Voraussetzung: "Es muss ein gutes Gremium zustande kommen." Welche Personen das aber bilden könnten, sei ihm nicht bekannt. Es habe ein paar Namen im Gespräch gegeben, sagte er auf Anfrage des FT. "Aber bei mir hat sich noch keiner gemeldet und die Hand gehoben."
Der 47-Jährige hält die Zeit reif für einen Generationenwechsel. Es gebe junge Leute in den Unternehmerfamilien, die auch in ihren Geschäften zu Hause eingebunden sind oder diese übernehmen. Sie seien jetzt gefragt.
Ein Fortbestand der Förder- und Werbegemeinschaft liegt auch der Stadt am Herzen. Stadtmarketingchefin Judith Jochmann betont: "Es ist wichtig, dass es jemand gibt. Als Interessengemeinschaft und Verein." Auch sie könnte sich vorstellen, dass die Vereinsspitze verjüngt wird. Eine Mischung aus alten Hasen und jungen Leuten könnte es richten.
Aber Jochmann weiß auch, welch "enorme Arbeit in den letzten Jahren geleistet" worden ist. Und das alles ehrenamtlich. Die Stadt brauche die Föwe weiterhin, sagt Jochmann und ergänzt: "In vielen Dingen haben wir gleiche Ziele." Natürlich könnte eine Stadt wie Herzogenaurach einen Weihnachtsmarkt auch alleine machen, sagt sie. Doch darum gehe es gar nicht, "wir würden keine Entscheidungen über den Kopf der Werbegemeinschaft hinweg treffen." Und deren Fortbestand sei eben wichtig. "Es braucht den Verein als Interessengemeinschaft."
Judith Jochmann wird bei der Versammlung am Montag dabei sein und richtet sich auf einen langen Abend ein. Sie kündigt der Föwe auch die städtische Unterstützung an. Wenn es an Manpower fehlt, werde die Stadt den Verein nicht sausen lassen und ihn unterstützen. Schon bisher zeige man durch die finanzielle Unterstützung und die Kooperation bei großen Aufgaben, wie wichtig der Verein sei.
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