Obertrubach

Die Flüchtlingssituation in Obertrubach hat sich entspannt

Spannend erwies sich der Bericht von Thomas Laitsch vor dem Obertrubacher Gemeinderat. Er hat 2015 mit viel Idealismus die Aufgabe als Flüchtlingskoordinato...
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Thomas Laitsch
Thomas Laitsch
Spannend erwies sich der Bericht von Thomas Laitsch vor dem Obertrubacher Gemeinderat. Er hat 2015 mit viel Idealismus die Aufgabe als Flüchtlingskoordinator in der Gemeinde übernommen.
Jetzt zog er positive Bilanz. 44 Asylsuchende zählte die Unterkunft in Obertrubach vor genau einem Jahr. 55 waren es in der Spitzenbelegung. 66 wurden insgesamt registriert. Mittlerweile reduzierte sich die Zahl auf 14, darunter zwei aus der Ukraine, einer aus dem Irak, drei aus Nigeria, einer aus Afghanistan und sieben aus Syrien. Seit April sind keine Neuankömmlinge mehr zugewiesen worden.
Generell zeichnete Laitsch ein buntes Bild. Integrationswille sei grundsätzlich vorhanden. Begeisterung für Arbeit sei allerdings nicht vorhanden. Aber es gebe auch positive Botschaften. Etliche wollen in der Region bleiben. Zwei haben hier Arbeit gefunden.
"Wir wollen etwas von dem, was wir erfahren haben, zurückgeben", sei laut Laitsch ihre klare Ansage.
Ansonsten stehen die Helfer vor den üblichen Herausforderungen: Bei der Sprache tun sich ältere Menschen schwer, Frauen verpassen die Sprachkurse häufig wegen der Betreuung ihrer Kinder. Andererseits haben sich Studenten verblüffend schnell die deutsche Sprache angeeignet und erfüllen die Bedingungen für ein Studium. Der Führerschein und fehlende Dokumente, die Schule für die Kinder sind Themen. Dringend gesucht werden kleine Wohnungen.
Bürgermeister Markus Grüner (CSU) sprach Baumaßnahmen an. Die Arbeiten in der Trubachtalstraße ziehen sich länger hin als geplant. Ein Grund ist die Verlegung der neuen Wasserleitung, die oft aufwändiger als geplant ausfällt. Somit kann der Fertigstellungstermin Ende 2017 voraussichtlich nicht gehalten werden.
Die Dorferneuerung Wolfsberg steht weiter auf dem Programm. Am 22. November ist im Amt für Ländliche Entwicklung mit dem Planungsbüro und der Gemeinde ein abschließender Besprechungstermin anberaumt für die Planung.
Ausgiebig diskutierten die Gemeindevertreter über ein Gutachten zur sicheren Löschwasserversorgung in allen Gemeindeteilen: Reicht es, einfach intern eine Prüfung vorzunehmen oder soll ein Planungsbüro eingeschaltet werden? Erst sollen die Kosten für ein Gutachten abgefragt werden.
Joachim Neuner von der Grundschule Obertrubach berichtete von 70 Schülern, insgesamt gibt es keine Sorgen für die nächsten Jahre. Andrea Kohl, Mittelschule Obertrubach, hob die oft unterschätzte Qualifikation der Schulabgänger auf dem Land hervor.

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