Kulmbach

Die Figur Strauß hat ihn berühmt gemacht

Dem Fernseh- und Radiopublikum ist Helmut Schleich nicht nur als genialer Strauß-Parodist ans Herz gewachsen, sondern vor allem als Gastgeber seiner eigenen...
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Dem Fernseh- und Radiopublikum ist Helmut Schleich nicht nur als genialer Strauß-Parodist ans Herz gewachsen, sondern vor allem als Gastgeber seiner eigenen Polit-Kabarettsendung "Schleich Fernsehen".

Bayerische Rundschau: Herr Schleich, wie sind Sie zum Kabarett gekommen?
Helmut Schleich: Ich bin ja schon seit 32 Jahren beim Kabarett und habe es schon zu Schulzeiten angefangen. 1998 habe ich dann mit meinem Soloprogramm begonnen. Ich wollte auf die Bühne und in der parodistischen Rolle und dem Politkabarett sowie der Satire was machen. Das hat mich immer wieder begleitet, auch wenn ich zwischendurch einmal Geografie studiert habe. Das habe ich aber nach sechs Semestern wieder aufgegeben und bin wieder zurück zum Kabarett.
Wann kam der Durchbruch als Kabarettist?
Das Soloprogramm war der entscheidende Schritt und dass meine Bekanntheit größere Kreise gezogen hat, ist mit Sicherheit der Figur Strauß - und das noch einmal zugespitzt auf dem Nockherberg im Jahr 2010 - zu verdanken.

Stichwort Nockherberg, war es für Sie ein Thema, die Festrede zu halten?
Nein, das war bisher noch kein Thema, und der Posten ist ja auch vergeben. Ich glaube - und das mögen mir die Frauen nachsehen - , dass es nicht so ein idealer Frauenjob ist. Ich finde es gut, wie Luise Kinseher das macht, aber letztlich kam das, was Bruno Jonas gemacht hat, viel mehr aus der Hüfte geschossen.

Schleich-Fernsehen, einen besseren Namen konnte man doch beim Bayerischen Fernsehen dafür nicht finden, oder?
Natürlich, und den Namen für die Sendung habe schon ich erfunden. Zum einen hat es ja eine gewisse Doppeldeutigkeit, denn es schleicht sich so hintenrum ins Fernsehen rein und es ist es auch ganz gut, wenn eine Sendung an den eigenen Namen gebunden ist. Das verhindert, dass der Protagonist ausgetauscht wird.

Schleich-Fernsehen werden wir weiterhin sehen?
Ja, das ist schon längerfristig. Die Quoten sind sehr ordentlich, das freut mit natürlich, aber man muss den Leuten auch was bieten. Wir haben weiterhin einen Vier-Wochen-Rhythmus, den wir nur wegen der EM unterbrochen haben. Am 14. Juli ist die nächste Sendung, dann machen wir zwei Monate Sommerpause.

Das Gespräch führte Werner Reißaus.

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