Kronach

Die CSU strebt eine Veränderung im Kreisvorstand an

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von unserem Redaktionsmitglied 
Alexander Löffler

Kronach — Die Mitglieder des Kreisverbandes Kronach des Bayerischen Gemeindetages treffen heute zusammen, um ihren Kreisvorsitzenden zu wählen. Bislang war dies der Weißenbrunner Bürgermeister Egon Herrmann (SPD). Und wenn es nach den Parteien geht, könnte dies auch so bleiben. "Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen", erklärte Herrmann seine erneute Bereitschaft.
Die Besetzung des Vorstandes klären die in dem Gremium vertretenen Landkreis-Bürgermeister in der Regel selbst. Dennoch erhält Herrmann auch Rückendeckung von seinem Kreisvorsitzenden Ralf Pohl: "Er macht einen guten Job. Ich gehe deshalb davon aus, dass er es weiter machen wird." Allerdings befürchtet Pohl, dass CSU und Freie Wähler erneut ihre Mehrheit nutzen könnten, um eventuell einen eigenen Kandidaten um den Vorsitz ins Feld zu schicken.
Für CSU-Kreisvorsitzenden Jürgen Baumgärtner steht dies jedoch nicht zur Debatte: "Wir werden geschlossen Egon Herrmann unterstützen. Er hat in den vergangenen Jahren konstruktiv mit der gesamten politischen Familie gearbeitet." Zudem habe Herrmann aus Sicht Baumgärtners Chancen, demnächst auch im Bezirksvorstand eine Rolle einzunehmen. "Wenn ein Kronacher in Oberfranken Verantwortung tragen kann, dann ist das immer gut", betont Baumgärtner. Egon Herrmann selbst gab sich dazu bedeckt: "Da muss man erstmal abwarten."
Wolfgang Beiergrößlein (FW) hat sich über die künftige Ausrichtung des Gemeindetages noch keine Gedanken gemacht. "Ich lass' es auf mich zukommen."
Erst heute kurz vor der Sitzung will er sich mit seinen Bürgermeisterkollegen über die weitere Ausrichtung unterhalten. Über die Personalie Herrmann wollte er nicht viel sagen: "Ich weiß ja nicht, ob vielleicht noch ein anderer Interesse hat." Und trotzdem lässt Beiergrößlein tief blicken: "Egon Herrmann hat seine Sache gut gemacht."
Stellvertretende Kreisvorsitzende war bislang die Teuschnitzer Bürgermeisterin Gabi Weber (CSU), Kassierer der Mitwitzer Bürgermeister Hans-Peter Laschka (CSU). Wenn es nach Egon Herrmann geht, dann kann dies ruhig so bleiben.
Doch am späten Montagnachmittag zeichnete sich eine mögliche Änderung ab. "Wir schicken Jens Korn ins Rennen um den stellvertretenden Vorsitz", erklärte Baumgärtner, für den diese Personalie ein weiterer Schritt wäre, die Partei sukzessive zu verjüngen.

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