Köslau

Die Bürger müssen mitbezahlen

Kanalisation  Der Königsberger Stadtrat erließ eine neue Satzung, um Beiträge für die geplanten Verbesserungen an der Abwasserbeseitigung erheben zu können. Die beiden Schwerpunkte der Maßnahmen sind Junkersdorf und Altershausen.
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Junkersdorf wird ein Schwerpunkt der Erneuerung in der Abwasserbeseitigung. Zahlreiche Arbeiten sind vorgesehen. Finanziell müssen sich die Bürger hier und in anderen Stadtteilen beteiligen. Mit der neuen Satzung schuf der Stadtrat die rechtliche Grundlage.  Fotos: Gerold Snater
Junkersdorf wird ein Schwerpunkt der Erneuerung in der Abwasserbeseitigung. Zahlreiche Arbeiten sind vorgesehen. Finanziell müssen sich die Bürger hier und in anderen Stadtteilen beteiligen. Mit der neuen Satzung schuf der Stadtrat die rechtliche Grundlage. Fotos: Gerold Snater
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von unserem Mitarbeiter Gerold Snater

Königsberg — Nur ein Punkt stand am Dienstagabend auf der Tagesordnung des öffentlichen Teils der Stadtratssitzung in Königsberg. Dieser Punkt betrifft aber viele Haus- und Grundstückbesitzer in Königsberg und in einigen seiner Stadtteile. Der Stadtrat fasste den Beschluss über die Beitragssatzung für die Verbesserung und Erneuerung der Entwässerungseinrichtung der Stadt.
Dem Gremium wurde der Inhalt, der bereits Gegenstand der Informationsveranstaltungen in der Stadt vor einigen Wochen war, vorgestellt. Die Satzung beschreibt die vorgesehenen Verbesserungsmaßnahmen in den Stadtteilen Junkersdorf und Altershausen sowie an der Verbandskläranlage für Eltmann/ Ebelsbach, an die der Stadtteil Dörflis angeschlossen ist.
Vorgesehen sind folgende Maßnahmen und auch folgende Beiträge: Erneuerung der Kläranlage in Altershausen. Hier soll die nicht funktionierende Schilfkläranlage durch eine Scheibentauchkörperanlage ersetzt werden. Zweiter Punkt: der Investitionsbeitrag zur Verbesserung und Erneuerung der Verbandskläranlage Eltmann-Ebelsbach. Die Sanierung ist bereits gelaufen, und Königsberg muss für den angeschlossenen Stadtteil Dörflis mitzahlen; der anteilige Aufwand wird auf 42 250 Euro geschätzt. Dritter Punkt: Bau der Anschlussbauwerke mit einem Pumpwerk und Druckleitung zum Anschluss des Stadtteiles Junkersdorf an die Zentralkläranlage in Königsberg. Dazu gehören auch der Neubau und die Erneuerung der Mischwasserbehandlung in Junkers-dorf durch den Bau eines Stauraumkanals und Beckenüberlauf. Das Kanalnetz wird ausgebaut und damit optimiert.
Zu den Kosten werden die Bürger herangezogen. Der Beitrag wird nach der Grundstücksfläche und der Geschossfläche der vorhandenen Gebäude berechnet. Laut Satzung beträgt das beitragsfähige Volumen etwa zwei Millionen Euro.
Wichtig ist aber zu wissen, wie es im Stadtrat hieß, dass der Aufwand noch nicht endgültig feststeht; daher kann der endgültige Beitragssatz noch nicht festgelegt werden. Der vorläufige Beitragssatz beträgt pro Quadratmeter Grundstücksfläche 0,26 Euro und pro Quadratmeter Geschossfläche 2,76 Euro.
Wann den Bürgern der Bescheid für ihre Beitragszahlung in die Briefkasten flattert, steht noch nicht fest. Vermutlich nach Baubeginn, der für Herbst dieses Jahres geplant ist.
Der Königsberger Stadtrat stimmte der neuen Satzung ohne Gegenvotum zu.

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In einem weiteren Punkt wies Bürgermeister Claus Bittenbrünn (FW) auf das Strategieforum der Kommunalen Allianz "Main und Haßberge", in der sich die Städte Haßfurt, Königsberg, Theres, Gädheim und Wonfurt zusammengeschlossen haben, hin. Es findet am Montag, 22. Juni, um 19 Uhr in der Stadthalle Königsberg statt. Dabei sollen Themenfelder wie Kultur und Freizeit, Tourismus, Energie, interkommunale Zusammenarbeit, Landwirtschaft, Verkehr, aber auch soziale Netze, Bildung und Gesundheitsversorgung angesprochen werden. Als Erfolgsfaktor des Projektes gilt die Einbeziehung der Bürger.
Claus Bittenbrünn berichtete auch über den Partnerschaftsbesuch im befreundeten Donzere in Frankreich. Dort seien die Gäste aus Deutschland wieder mit offenen Armen empfangen worden, sagte er. Die Partnerschaft besteht nun seit 40 Jahren.
Als Gastgeschenk durfte Claus Bittenbrünn eine schmiedeeiserne Skulptur, die das Donzerer Wappen und das Königsberger Wappen vereint, mit nach Hause nehmen. 2016 wird das 40. Jubiläum bei einem Gegenbesuch in Königsberg gefeiert.

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