Sterpersdorf

Die Bobby Cars stehen selten still

Feier  Bei der Sterpersdorfer Kirchweih wird extra die Straße gesperrt, damit auch die Kinder ihren Spaß haben. Die Feuerwehr war heuer zum zehnten Mal der Ausrichter des Fests.
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Auch größere Kinder sausten auf den kleinen Kunststoff-Rennern die Straße von der Kirche zum Feuerwehrhaus herunter. Foto: privat
Auch größere Kinder sausten auf den kleinen Kunststoff-Rennern die Straße von der Kirche zum Feuerwehrhaus herunter. Foto: privat
Sterpersdorf — Als das Sterpersdorfer Dorfgasthaus "Zur Linde" vor über zehn Jahren geschlossen hat, hat sich der Feuerwehrverein entschlossen, die Tradition der Kirchweih weiterzuführen. Heuer richtete die Feuerwehr die Sterpersdorfer Kerwa bereits zum zehnten Mal aus.
Angefangen hat das damals im ganz kleinem Rahmen im Feuerwehrhaus, erinnert sich der Vereinsvorsitzende Franz Huschka. Beginnend am Freitagabend und endend mit dem Frühschoppen am Kirchweihsonntag. Als sich der Kirchweihsonntag zum ersten Mal mit Wahlen überschnitt und da das Feuerwehrhaus gleichzeitig auch das Wahllokal ist, habe man aus der Not eine Tugend gemacht und die Kirchweih nach draußen ins Festzelt verlegt. Somit konnten die Wähler erst politisch, dann kulinarisch wählen. Die Idee des "Wahlmenüs" an der Kerwa wurde geboren.
Für die Männer beginnt bei der Kerwa die Arbeit am Donnerstagabend mit dem Zeltaufbau und dem Herrichten vom Gelände, die Frauen sind da aber schon mittendrin in den Vorbereitungen. Die Küchle wurden schon gebacken und die Zutaten für die hausgemachten Speisen wurden beschafft.
Am Freitag um 18 Uhr wurde wie in jedem Jahr die Kerwa ausgegraben. Die Flasche "Zwetschger" wurde zielsicher gefunden und nach einem Jahr Lagerung im Boden für sehr lecker befunden. Ab 20 Uhr spielte die Band "Lazy Live", in der auch zwei Sterpersdorfer mitwirken. Das Zelt war gut besucht und die Stimmung klasse.

Zurück zu den Wurzeln

Am Samstagmorgen trafen sich dann etwa ein Dutzend Ortsburschen (der jüngste ist 12, der älteste 34) und bereiteten alles für das Baumaufstellen vor. Peer Rabe ist von Anfang an dabei und lässt es sich auch nicht nehmen, nach seinem Wohnortwechsel nach Erlangen an der Kerwa mitzuwirken. Der Baum wurde bei Kaffee und Kuchen und bestem Wetter unter Begleitung der Weingartsgreuther Musikanten innerhalb kürzester Zeit aufgestellt. Ein Highlight am Abend war der überraschende Besuch des ehemaligen Dorfpfarrers Josef Dvorak.
Der Sonntagmorgen begann für viele zeitig mit den Vorbereitungen zu Frühschoppen und Mittagstisch. Auch hier wurde alles von den Feuerwehrfrauen selbst zubereitet. Der Ansturm war riesig, und bei bestem Wetter konnte man die Speisen auch im Freien zu sich nehmen. Nach Kaffee und Kuchen begannen die Feuerwehrleute mit dem Abbau, und somit war am frühen Sonntagabend alles wieder aufgeräumt und geputzt.
An allen drei Tagen war die Hüpfburg immer voll belegt. Auch die 18 Bobby Cars der Feuerwehr haben viele Kilometer von der Kirche runter zum Feuerwehrhaus zurückgelegt. Eine Gaudi nicht nur für die kleinen Kinder, auch die etwas größeren Kids hatten sichtlich Spaß. Der Straßenverkehr wird deswegen eigens umgeleitet.
Alles in allem haben rund 35 Helfer viele Stunden investiert, um die Tradition der Kirchweih und das Dorfleben aufrechtzuerhalten. Ein wesentliches Ziel sei aber auch, mit solchen Veranstaltungen die jüngere Generation für den Feuerwehrdienst zu gewinnen, gesteht Huschka. red
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