Wiesenthau

Die Biwo kämpft weiter gegen die Ostspange

Die Bürgerinitiative pro Wiesenttal ohne Ostspange (Biwo) setzt auf mehr Bahn, Busse, Radwege und den öffentlichen Personennahverkehr. Das alles soll die ge...
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Der neu gewählte Vorstand der Biwo  Foto: privat
Der neu gewählte Vorstand der Biwo Foto: privat
Die Bürgerinitiative pro Wiesenttal ohne Ostspange (Biwo) setzt auf mehr Bahn, Busse, Radwege und den öffentlichen Personennahverkehr. Das alles soll die geplante Umgehungstraße "Ostspange mit Neubau B 470" überflüssig machen. Markus Ganserer, der Landtagsabgeordneter der Grünen, sagte bei der Jahreshauptversammlung in Wiesenthau: "Es wäre besser, die Ostspange Umfahrungsstraße statt Umgehungstraße zu bezeichnen. Fußgängern würde der Bau nämlich überhaupt nichts nutzen."
Die Biwo ist inzwischen auf 115 Mitglieder angewachsen. Förderer und Sponsoren sind dabei nicht eingerechnet. Heinrich Kattenbeck wurde einstimmig für weitere zwei Jahre zum Vorsitzenden gewählt.
Landrat Hermann Ulm (CSU) machte in seinem Grußwort einerseits deutlich, dass er den politischen Auftrag hat, sich für die Mehrheitsbeschlüsse des Kreistages einzusetzen. Andererseits habe der Kreisausschuss beschlossen, eine Reduzierung des Flächenverbrauchs beim Bundesverkehrsministerium für Infrastruktur zu beantragen.
Ein weiteres großes Anliegen ist Ulm der barrierefreie Ausbau aller Bushaltestellen in den 29 Gemeinden des Landkreises. Ulms Aussage, wonach es die Bahnlinie zwischen Forchheim und Ebermannstadt auf jeden Fall zu erhalten gilt, wurde mit lautstarkem Beifall quittiert.
In seiner aktuellen Referatsstunde geißelte der Landtagsabgeordnete und Verkehrsexperte der Markus Ganserer, die "Betonwut" der Straßenbaulobby.
Hedwig Eismann legte einen positiven Finanzbericht vor, der mit schwarzen Zahlen abschloss. Die Kassenprüfer Roland Kraus und Gerhard Koch testierten eine lückenlose, einwandfreie Buchhaltung, sparsame und wirtschaftliche Vereinsführung. Es gab einstimmige Entlastung des gesamten Vorstandes.


Mit allen demokratischen Mitteln

Vorsitzender Heinrich Kattenbeck zeigte sich weiterhin leidenschaftlich engagiert für den Erhalt der Heimatlandschaft.
Sein Appell im Schlusswort des Vorstands-Tätigkeitsberichtes wurde von starkem Beifall und lobenden Worten von Ludwig Stöhr unterstützt: "Unser Landkreis braucht eine grundsätzliche Verkehrswende. Wir wollen keine Gigaliner mit 25,25 Metern Länge. Wir wollen keine Lkw-Schneise durch das Wiesenttal".
Die Biwo werde sich für dieses Ziel auch weiterhin mit allen demokratischen Mittel einsetzen. red
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