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LKR Bamberg

Die Ausbildung zum Landwirt ist nicht mehr wegzudenken

55 junge Landwirte und Landwirtinnen aus der Region Oberfranken West feierten vor kurzem ihre Freisprechung, die der Schlusspunkt von Lehrzeit und Abschluss...
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Die Absolventen bei ihrer Freisprechungsfeier. Foto: Franz Galster
Die Absolventen bei ihrer Freisprechungsfeier. Foto: Franz Galster
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55 junge Landwirte und Landwirtinnen aus der Region Oberfranken West feierten vor kurzem ihre Freisprechung, die der Schlusspunkt von Lehrzeit und Abschlussprüfung ist. 18 der 55 Absolventen kommen aus dem Landkreis Bamberg. Zwölf von ihnen hatten bereits einen Beruf erlernt und wählten die Fortbildung über das Ausbildungsprogramm Landwirtschaft. Der Rest durchlief die Ausbildung in klassischer Form. Heinrich Faatz, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes im Kreis Bamberg, betreibt mit seinem Sohn einen Hof in Erlau, auf dem sie zwei Lehrlinge ausbilden. Der Lokalredaktion erklärt er, was die Ausbildung zum Landwirt genau beinhaltet.

Braucht man unbedingt eine Ausbildung, um Landwirt zu werden?
Vor circa 50 Jahren fing es an, dass sich viele ausbilden ließen. Bis heute ist die Prozentzahl stetig gestiegen und eine richtige Ausbildung ist nicht mehr wegzudenken. Zwar braucht man sie nicht zwingend, allerdings lernt man in der Ausbildung entsprechendes Allgemeinwissen, und auch später muss man sich auf vielen Themengebieten gut auskennen. Daher ist eine klassische Ausbildung immer der einfachere Weg.

Was müssen Landwirte lernen?
Sie lernen, mit Tier und Natur pfleglich umzugehen. Die Lehrlinge müssen wissen, wie sich Tiere verhalten, wohlfühlen und dadurch bessere Leistungen erbringen können. Sie müssen mögliche Krankheiten der Viecher sowie ihre Ursachen erkennen. Aber auch Wissen über den Ackerbau ist sehr wichtig. Landwirte in der Ausbildung lernen die Wachstumsverhältnisse der Pflanzen kennen, ihren Nährstoffbedarf und mögliche Krankheiten. Ebenso haben sie viel mit Technik zu tun und müssen technische Zusammenhänge erkennen, denn sie steuern viele Maschinen mit Landtechnik-, und Satellitencomputer. Die Ausbildung ist also sehr umfangreich.

Wie steht es um den Nachwuchs in der Landwirtschaft allgemein?
Wir vom Bayerischen Bauernverband sind sehr zufrieden mit dem Nachwuchs. Zwar waren die Bedingungen der letzten Jahre nicht mehr sehr vertrauenswürdig (Preise sind gestiegen), allerdings sind die Ausbildungszahlen für den Bamberger Raum gesichert. Auch werden Landwirte ganz gerne von anderen Unternehmen in andere Berufe abgeworben, da sie zum Beispiel auch ein sehr gutes berufliches Durchhaltevermögen aufweisen können, doch wir sind trotzdem sehr zuversichtlich.

Wie waren die Prüfungsergebnisse der Bamberger Absolventen?
Die Ergebnisse waren relativ gut. Viele zeigten sehr gute Leistungen. Das kommt aber auch daher, dass sich mit der Landwirtschaft nur Leute wirklich befassen, die diese Ausbildung auch unbedingt machen wollen. Aber auch die Ausbilder haben ihren Teil zu den guten Ergebnissen der Prüflinge beigetragen.


Die Fragen stellte Anna Gartiser.

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