Bad Kissingen

Dichterin aus der Kurstadt

Im Rahmen der Jüdischen Kulturtage setzt sich Hans-Jürgen Beck am Donnerstag, 30. März, um 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses mit Leben und Werk der de...
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Im Rahmen der Jüdischen Kulturtage setzt sich Hans-Jürgen Beck am Donnerstag, 30. März, um 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses mit Leben und Werk der deutsch-jüdischen Dichterin Else Lasker-Schüler in seinem Vortrag auseinander. Lasker-Schüler gehört zu den größten Autoren des 20. Jahrhunderts. Mit ihren beiden große Dramen "Die Wupper" und "Arthur Aronymus", aber vor allem mit ihrer ganz unvergleichlichen, einzigartigen Lyrik schrieb sie Literaturgeschichte. 1869 in Elberfeld geboren, lassen sich ihre familiären Wurzeln bis nach Bad Kissingen zurückverfolgen. Stammt ihre Mutter Jeanette Kissing doch aus einer alteingesessenen Kissinger jüdischen Familie, die seit dem 18. Jahrhundert in der Badestadt ansässig war. Der Vortrag wird auf diese konkreten lokalgeschichtlichen Bezü-ge ebenso näher eingehen wie auch auf Lasker-Schülers Beziehung zu ihren Eltern und Geschwistern, ihren beiden Ehemännern, von denen Herwarth Walden einer der führenden Köpfe der jungen expressionistischen Bewegung war, sowie ihren Künstlerfreunden Gottfried Benn, Georg Trakl, Franz Marx, George Grosz und Oskar Kokoschka. Anhand zahlreicher Bilder und Dokumente verfolgt der Vortrag aber auch den schmerzhaften Weg der Dichterin ins Exil in die Schweiz und nach Palästina, wo sie unter bedrückenden, armseligen Verhältnissen ihr Dasein fristen musste. Der Vortrag stellt nicht nur wichtige Stationen aus ihrem Leben vor, sondern macht auch mit ihrem künstlerischen Schaffen als Autorin und Zeichnerin vertraut. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stehen dabei einige der großen Gedichte, die ihren Rang als außerordentliche Künstlerin des 20. Jahrhunderts begründeten. red

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