Laden...
Coburg

Dialog als ständiges Bemühen

Coburg — Mit dem Wunsch zu Frieden und Versöhnung zwischen allen Nationen und Religionen haben in Coburg am Sonntagnachmittag die Veranstaltungen zur "Woche der Brüderlichkeit" beg...
Artikel drucken Artikel einbetten
Diplom-Theologin Christl Grünberg (alt-katholisch), Dekan Roland Huth (römisch-katholisch) und Dekan Christoph Liebst (evangelisch-lutherisch) beim ökumenischen Gottesdienst  Foto: Martin Koch
Diplom-Theologin Christl Grünberg (alt-katholisch), Dekan Roland Huth (römisch-katholisch) und Dekan Christoph Liebst (evangelisch-lutherisch) beim ökumenischen Gottesdienst Foto: Martin Koch
Coburg — Mit dem Wunsch zu Frieden und Versöhnung zwischen allen Nationen und Religionen haben in Coburg am Sonntagnachmittag die Veranstaltungen zur "Woche der Brüderlichkeit" begonnen. Am Vormittag desselben Tages fand die zentrale Eröffnung in Ludwigsburg statt.
Die "Woche der Brüderlichkeit" solle die Grundlage schaffen für eine erneuerte Beziehung zwischen Christen und Juden, sagte der römisch-katholische Coburger Dekan Roland Huth beim ökumenischen Gottesdienst in der Coburger St.-Nikolaus-Kapelle. Der Dialog zwischen den Religionen sei eine ständige Herausforderung.
Der evangelisch-lutherische Coburger Dekan Christoph Liebst erinnerte an das Jahresmotto "Im Gehen entsteht der Weg". "Fundamentalismus ist deshalb so gefährlich, weil er im ständigen Konflikt zwischen Grundüberzeugungen, die uns ausmachen, und der Welt, wie sie wirklich ist, keine Brücken schlagen kann", fuhr Dekan Liebst fort.
Die Frage, wie die unterschiedlichen Religionen sich verständigen, wie Christen, Juden und Muslime sich verstehen und miteinander leben, werde die Zukunft prägen. "Die Woche der Brüderlichkeit ermutigt Menschen, aufeinander zuzugehen und voneinander zu lernen", sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Marie-Luise Dreyer (SPD) bei der zentralen Eröffnungsfeier in Ludwigsburg.
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der frühere Coburger Pfarrer Bischof Heinrich Bedford-Strohm, sagte, niemand dürfe sich an die tägliche Realität der Bedrohung der Sicherheit von Juden in diesem Land gewöhnen.
Am Sonntag, 15. März, findet um 14 Uhr in der St.-Lukas-Kirche am Ketschendorfer Hang ein multireligiöses Gebet mit und von Juden, Moslems und Christen statt. mako




Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren