Coburg

Der Zug zum Tor fehlte - also "nur" ein 0:0

"Spiele wie diese, in denen es für uns um sehr viel geht, müssen sich entwickeln und dürfen nicht im Hurrastil angegangen werden. Unser Gegner ist sehr geor...
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"Spiele wie diese, in denen es für uns um sehr viel geht, müssen sich entwickeln und dürfen nicht im Hurrastil angegangen werden. Unser Gegner ist sehr geordnet aufgetreten, hat gepresst und durch Verschieben die Räume zugestellt. Ich bin zufrieden, dass wir zum zweiten Mal in Folge ohne Gegentor geblieben sind", erklärte Coach Matthias Christl nach dem 0:0-Unentschieden seines FC Coburg am 15. Spieltag der Fußball-Landesliga Nordwest gegen den starken Tabellenvierten TSV Unterpleichfeld.
Auch im siebten Anlauf musste der erste Heimdreier erneut vertagt werden, trotzdem können die Vestestädter mit dem vierten Remis vor eigenem Publikum leben, da mehrere positive Erkenntnisse Mut vor dem Schlussspurt der Vorrunde machen. Vor allem in der Defensivabteilung verrichtete man unisono einen klasse Job gegen einen Widersacher, der auch in taktischer Hinsicht über reichlich Potential verfügt.
"Ich hatte gehofft, Coburg würde am Ende aufmachen und uns Freiräume zum Kontern geben, doch diesen Gefallen tat uns mein Pendant Matthias Christl nicht. Positiv war für mich, den FC Coburg auf Distanz zu halten", so TSV-Trainer Thomas Redelberger.
Die erste Halbzeit bot nur fußballerische Magerkost. Nur nicht in Rückstand geraten, lautete die beiderseitige Devise.
Der Zug zum Tor fehlte fast gänzlich. "Eigentlich wollte ich einen Dreierpack. Wenn du aber merkst, dass die Gefahr besteht, ins offene Messer zu laufen, ist es besser einen Zähler zu behalten, als am Ende vielleicht mit leeren Händen dazustehen", verteidigte Matthias Christl die über weite Strecken vorsichtige Gangart seiner Elf.
Etwa nach einer Stunde nahm die Partie Fahrt auf. Durch die Hereinnahme von Christian Schneider für den gelb-rot gefährdeten Lukas Köhn und wenig später von Daniel Sam wurde die Ausrichtung der Hausherren deutlich offensiver. Vornehmlich der unermüdlich rackernde Kapitän Eric Heinze im Mittelfeld, Lukas Mosert und der wieselflinke Fabian Carl auf der rechten Außenbahn setzten ihre Mitspieler nun vor dem gegnerischen Gehäuse einige Male glänzend in Szene.
Daraus resultierten drei hochkarätige Chancen. Calle Schiebel mit einem schulmäßigen Kopfball (70.), Carl aus spitzem Winkel (76.) und erneut Schiebel (80.) aus kürzester Distanz zwangen TSV-Keeper Stefan Kraus zu Prachtparaden. Auf der Gegenseite erwies sich Regisseur Christoph Hiesberger als exzellenter Takt- und Passgeber. Als er seinen diesmal weitgehend neutralisierten Goalgetter Marcial Weisenseel mit einem steilen Anspiel bediente und dieser das Leder an den Elfmeterpunkt zirkelte, konnte FCC-Torhüter Daniel Shabestari (84.) mit letztem Einsatz vor Manuel Örtel klären.


Sam sah Rot in der Schlussminute

"Leider versprang der Ball auf dem holprigen Platz. Deshalb bekam Manuel keinen richtigen Zugriff. So blieb es ein typisches 0:0-Spiel", meinte Unterpleichfelds Trainer.
Als die Vestestädter zum Schlussspurt bliesen, kam Hektik auf. Bei einer Rudelbildung vor dem Strafraum der Unterfranken schickte der wenig überzeugende Schiedsrichter Marcel Neuse Coburgs noch nicht verwarnten Daniel Sam (90.) nach einem harmlosen Schubser gegen Andreas Zehner mit einer roten Karte vom Platz, was aus Sicht der Gastgeber völlig überzogen war.
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