Bamberg

Der Winter schlägt durch

Arbeitsmarkt  Im Monat Januar ist die Arbeitslosigkeit in der Region deutlich gestiegen.
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Bamberg — Im Januar stieg saisonal bedingt die Arbeitslosigkeit deutlich an. Nach moderaten Anstiegen im November und Dezember ist mit einer Zunahme der Arbeitslosigkeit um 2727 Personen oder 22,2 Prozent in diesem Monat die typische jahreszeitlich bedingte Steigerung zu verzeichnen. Im Agenturbezirk Bamberg-Coburg waren zum Stichtag 15 031 Menschen ohne Job. Damit ergibt sich eine Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent (Vormonat: 3,7 Prozent), teilt die Agentur für Arbeit mit.
Der Arbeitsmarkt der Agentur Bamberg-Coburg umfasst die Gebietskörperschaften Stadt und Landkreis Bamberg, Stadt und Landkreis Coburg sowie die Landkreise Forchheim, Kronach und Lichtenfels. Im Stadtgebiet Bamberg nahm die Zahl der Arbeitslosen um 256 bzw. 13,9 Prozent zu. Sie betrug Ende Januar 2099. Gegenüber Januar 2014 waren es 14 Personen weniger. Die Arbeitslosenquote betrug 5,5 Prozent (Vorjahr 5,6 Prozent). Im Dezember meldeten die Arbeitgeber aus dem Stadtgebiet 243 Stellen. Gegenüber dem Vorjahresmonat sind es 44 Stellen mehr.
Im Landkreis Bamberg wurden 2887 arbeitslose Personen gezählt (Vormonat 2301). Gegenüber dem Vorjahresmonat nahm die Arbeitslosigkeit um 168 Personen bzw. 5,5 Prozent ab. Es errechnet sich damit eine Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent (Vorjahresmonat 3,6 Prozent). Aus dem Landkreis Bamberg gingen in diesem Monat 145 Stellenangebote ein. Dies sind 15 Stellen weniger als vor einem Jahr.

Trend bleibt positiv

Brigitte Glos, Leiterin der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, schätzt die aktuelle Lage wie folgt ein: "Im Januar steigt die Arbeitslosigkeit in unserer Region regelmäßig stark an. Ursachen sind: Die Winterpause in den Außenberufen und die saisonabhängige Gastronomie. Außerdem laufen zum Jahresende häufig befristete Arbeitsverhältnisse aus. Der grundsätzlich positive Trend des regionalen Arbeitsmarktes wird jedoch auch in diesem Monat bestätigt. Gegenüber Januar 2014 ist die Zahl der Arbeitslosen um 201 Personen zurückgegangen." Die Arbeitslosenquote bleibe allerdings gegenüber dem Vorjahr gleich.
Der Bestand an gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen ist sowohl gegenüber dem Vormonat als auch Vorjahr leicht gestiegen. Erfreulich, so Brigitte Glos, sei der Rückgang der konjunkturell bedingten Arbeitslosigkeit bei den jungen Leuten bis 25, hier habe man eine Abnahme gegenüber Januar letzten Jahres um 117 Personen oder 7,6 Prozent verzeichnen können.
Von den insgesamt 15 031 arbeitslosen Menschen waren im Januar 5684 älter als 50 Jahre. Das sind 32 oder 0,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Fast zwei Fünftel aller Arbeitslosen sind somit über Fünfzig. Andererseits sei ein Charakteristikum des Arbeitsmarktes auch die Zunahme der Beschäftigung von Menschen über Fünfzig. Diese Zahl innerhalb eines Jahres um 4333 auf 69 777. red




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