Lichtenfels

Der Weg heißt "Pilgerweg"

Das Gremium einigte sich für den Weg in der Verlängerung der Alten Bamberger Straße in Seubelsdorf einstimmig auf einen Namen.
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Der Weg zum Siedlersportheim und nach Vierzehnheiligen erhält den Namen "Pilgerweg".  Foto: Andreas Welz
Der Weg zum Siedlersportheim und nach Vierzehnheiligen erhält den Namen "Pilgerweg". Foto: Andreas Welz
"Wenn der Postbote Straße und Hausnummer nicht kennt, wie will er dann einen Brief zustellen?", fragte Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD) bei der Bauausschusssitzung am vergangenen Dienstag. In Lichtenfels gibt es demnächst dieses Problem für eine Straße nicht mehr. Der unbenannte Weg in der Verlängerung der Alten Bamberger Straße in Seubelsdorf, der zum Siedler-Sportheim und weiter nach Vierzehnheiligen führt, soll laut einstimmigem Beschluss "Pilgerweg" heißen. Frank Rubner (CSU) machte den Vorschlag, den Weg als "Alte Bamberger Straße" zu bezeichnen, dies werde der alten Straßenführung gerecht. Dietmar Heinkelmann (SPD) sprach sich für den Pilgerweg aus.


Navi kannte Ort nicht

Diese Bezeichnung hätten schon damals die Schulkinder gekannt. Seit Jahrzehnten scharen sich Menschen am Seubelsdorfer Kreuz in Blickrichtung Vierzehnheiligen. Wenn es durch den Lautsprecher schallt "Lasst uns unsere Wallfahrt beginnen im Namen des Herren", machen sie sich auf zur Basilika. Oft verpassen die mit dem Auto angereisten Wallfahrer den Treffpunkt, da ihnen das Navi nicht den Zielort nennt. Das wird sich jetzt am Pilgerweg nicht mehr wiederholen. Der Bauantrag des Bayerischen Roten Kreuzes zur Sanierung und Umbau des Kindergartens am Klinikum wurde befürwortet. Erstmals lagen dem Ausschuss detaillierte Pläne vor. Rechts vom bestehenden Gebäude wird eine Krippe mit zwölf Plätzen angebaut und der 40 Jahre alte Kindergarten mit seinen 50 Plätzen saniert und modernisiert. Zusätzlich werden ein Mehrzweck- und ein Intensivraum angebaut. Das Gebäude erhält einen behindertengerechten Zugang, der über eine Rampe zum Eingang führt. Die Kosten werden auf 1,665 Millionen Euro geschätzt, teilte BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Petrak auf Anfrage mit.


Hubschrauberlandeplatz

Der luftrechtliche Antrag für einen Hubschrauber-Sonderflugplatz am Helmut-G.-Walther-Klinikum wurde befürwortet. Stadtbaumeister Jürgen Graßinger erläuterte den Plan, wie der Landplatz auf dem nördlichen Gebäude des neuen Klinikums eingerichtet werden solle. Damit würden die Transporte der Schwerkranken entfallen, die jetzt vom provisorischen Platz während der Bauzeit erforderlich seien. Die Anlage erhalte einen Raum für den Piloten und für Löschmittel. Eine Rampe mit fünf Grad Neigung führe zu den Fahrstühlen. Die Einflugschneisen seien nach Nord-Ost und nach Süd-West ausgerichtet. Dietmar Heinkelmann konnte sich vorstellen, dass der provisorische Landplatz erhalten bleibt, da er für das Gebäude des alten Klinikums von Nutzen sein könne. Jürgen Graßinger und Bürgermeister Andreas Hügerich winkten ab: Der Unterhalt von zwei Einflugschneisen sei nicht zu bezahlen.
In der Viktor-von-Scheffel-Straße 33, neben dem Anwesen H.O. Schulze, soll ein weiteres Mehrfamilienhaus entstehen. Johannes Oppel von der Wählervereinigung Leuchsental Jura erkundigte sich nach Stellplätzen für die Bewohner. Stadtbaumeister Jürgen Graßinger stellte das Projekt von Antragsteller Ralf Finkel vor und wies auf die vorgesehene Tiefgarage hin. Die Schönsreuther und ihre Gäste werden sich über ein Wirtshaus am Überscharweg freuen. Andrea Weiß plant dort die Umnutzung und Erweiterung eines bestehenden Wohngebäudes zu Gaststätte mit Freischankfläche.
Bei den Anfragen erneuerte Helmar Zipp vehement seine Forderung nach Lärmschutz an der Autobahn in Reundorf. Bürgermeister und Stadtbaumeister wiegten die Köpfe: Bundesbahn und Autobahndirektion seien wohl zu keinen Zugeständnissen bereit. Elke Werner (SPD) wünschte sich einen Zebrastreifen im Eichenweg im Bereich der Behindertenwerkstatt. Dort querten Behinderte vom Wohnheim die Straße und seien besonders gefährdet. Bei ihrem Antrag, Papierkörbe in der Innenstadt mit Aschenbechern zu versehen, verwies Bürgermeister Hügerich auf die neuen Mülleimer, die mit Aschenbechern ausgestattet würden.

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