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Ebern

Der Ritterschlag

A lbert Meyer hat in seiner langen und erfolgreichen Karriere viele Politiker kommen und gehen sehen. 32 Jahre war der mittlerweile 89-Jährige im Landtag, davon 19 Jahre als Staats...
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A lbert Meyer hat in seiner langen und erfolgreichen Karriere viele Politiker kommen und gehen sehen. 32 Jahre war der mittlerweile 89-Jährige im Landtag, davon 19 Jahre als Staatssekretär im bayerischen Finanzministerium (unter drei Ministerpräsidenten). Heute ist eine solch lange Amtszeit kaum vorstellbar. Sie spricht für die Qualität seiner Arbeit.
Die Geschlossenheit, die der CSU-Kreisverband am Freitagabend in Ebern demonstrierte, war nicht immer da. Vor allem mit seinen beiden Nachfolgern als Stimmkreisabgeordnete haderte Albert Meyer. Dem einen (Sebastian von Rotenhan) warf der Haßfurter in einem öffentlichen Statement in Ebern vor, dass er mitten in seiner Amtszeit die Arbeit eingestellt habe. Den anderen (Bernd Weiß) kritisierte Meyer, dass ihm sein Notariat wichtiger gewesen sei als sein politisches Mandat. Von beiden, Rotenhan und Weiß, ist Meyer "außerordentlich enttäuscht".
Und auch bei seinem Nach-Nach-Nachfolger Steffen Vogel hatte Meyer anfangs Bedenken, wie er zugab. Die sind mittlerweile verflogen. Albert Meyer, den seine Partei gerne als ihren Übervater sieht, lobte Steffen Vogel in den höchsten Tönen. Der 40-Jährige Thereser, der seit 2009 Kreisvorsitzender der Haßberge-CSU ist und seit 2013 als Abgeordneter für den Stimmkreis Rhön/Haßberge im Landtag in München sitzt, bekam in Ebern seinen Ritterschlag von Albert Meyer.
"Wenn du keinen Fehler machst", sagte der 89-Jährige, dann "wirst du ins Kabinett einrücken." Und wer weiß, was noch kommt. Albert Meyer nahm sogar das Wort Ministerpräsident in den Mund...
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