Ziegelanger

Der Rebschnitt wirkt sich auf die Qualität des Weins aus

von unserem Mitarbeiter Renè Ruprecht Ziegelanger — Bei der Gebietsversammlung Weinbau 2015 im Gasthof "Zur Sonne" in Ziegel-anger ging es vor 80 Teilnehmern, darunter etwa 70 Winz...
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von unserem Mitarbeiter Renè Ruprecht

Ziegelanger — Bei der Gebietsversammlung Weinbau 2015 im Gasthof "Zur Sonne" in Ziegel-anger ging es vor 80 Teilnehmern, darunter etwa 70 Winzer aus der Region, um den Weinbau, das Weinrecht und weitere Themen. Experten beleuchteten die Themenfelder.
Der bislang gültige Weinanbaustopp, der seit 1984 existiert, läuft Ende des Jahres aus. Ab 2016 werden kostenlose Neuanpflanzungsrechte vergeben. Wie das genaue Verfahren geregelt wird, ist noch nicht bekannt.
Das jährliche Kontingent an Neuanpflanzungsrechten soll, wie es hieß, für jeden EU-Mitgliedstaat auf maximal ein Prozent der Gesamtrebfläche beschränkt sein, also 1000 Hektar für die Bundesrepublik. Der Prozentsatz kann jedes Jahr nach unten korrigiert werden.
Artur Baumann zeigte neue Erkenntnisse zu dem Thema "Schneiden statt Schnippeln". Beim Rebschnitt (Dezember bis März) muss der Winzer auf das Gleichgewicht des Rebstockes achten. Der Rebschnitt, die Bodenbeschaffenheit und die Bodenpflege sind wichtig für die Leistungsfähigkeit des Rebstockes und den Weinertrag.
Heiner Hofmann erläuterte, dass der Klimawandel auch im Weinanbau zu erkennen sei. Die klimatischen Veränderungen spiegeln sich beim tendenziell früheren Austriebszeitpunkt der Reben wieder. Während in den Jahren 1968 bis 1998 das Ergrünen der Weinstöcke nach der definierten Nulllinie am 8. Mai durchschnittlich sieben Tage später stattfand, stellte man in den letzten zwei Jahrzehnten durchschnittlich zwei Wochen früher den Austrieb fest. Durch den Vegetationsvorsprung haben die Winzer mit einer erhöhten Frostgefahr zu kämpfen.
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