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Eltmann
2. Volleyball-Liga Süd 

Der Meister macht es spannend

Mit einem 3:2-Erfolg beim GSVE Delitzsch sicherte sich der VC Eltmann im letzten Saisonspiel noch den 20. Saisonsieg. Den Titel hatten die Eltmanner bereits vorher unter Dach und Fach gebracht.
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Sven Kellermann (vorne) und Johannes Engel (in Hintergrund) bejubeln den Sieg in Delitzsch.  Foto: Heumann
Sven Kellermann (vorne) und Johannes Engel (in Hintergrund) bejubeln den Sieg in Delitzsch. Foto: Heumann
Siegreich und mit sieben Zählern Vorsprung beendeten die Oshino Volleys des VC Eltmann die Saison in der 2. Volleyball-Liga Süd. Der Meister setzte sich beim Fünften GSVE Delitzsch hauchdünn mit Tiebreak mit 25:22, 25:23, 20:25, 15:25 und 15:13 durch.
Mit einem Doppelstock-Fanbus ging es für den VC Eltmann am Samstag nach Delitzsch nördlich von Leipzig, und das letzte Saisonmatch hatte es nochmal richtig in sich. Frank Pietzonka, der Trainer der Gastgeber, verteilt keine Geschenke, auch nicht am letzten Spieltag, und so dauerte es zwei Stunden und fünf Minuten, bevor die Eltmanner mit ihren Fans den Meistergesang anstimmen und den Beifall der 376 Fans in der Halle zur Pokalübergabe genießen konnten.
Es hätte auch wie in Freiburg mit einer hauchdünnen Niederlage für das Team aus Unterfranken enden können, doch der Lauf, den die Delitzscher nach 0:2-Rückstand in den Sätzen 3 und 4 hatten, hielt am Ende nicht ganz, obwohl Winkler und Co. im Tiebreak mit 5:2 geführt hatten. Dennoch, Delitzsch gab alles, was von den Fans auch honoriert wurde. Beim Stand von 9:10 war alles noch möglich, doch dann erinnerten sich die Eltmanner an ihre "Geheimwaffe", die kurz gestellten Bälle über die Mitte. Mittelblocker Kellermann machte dann entscheidende Punkte, die zum hauchdünnen 13:15-Tiebreak-Erfolg reichten.
Die Trommler-Brigade der "Red Barons" kämpfte ständig um die akustische Vorherrschaft, und die Cheerleader "Lucky Angels" aus Eltmann präsentierten sich von ihrer schönsten Seite.
Im ersten Satz führten die Delitzscher bis zur zweiten technischen Auszeit (16:12) ständig, und erst eine Aufschlagserie von Peta ließ den Satz kippen. In der Schlussphase prägte Thiago Welter, der sich später verletzte, im Angriff und im Block das Geschehen. Dem 22:25 zum Satzerfolg ging ein Top-Ballwechsel voraus.
Den zweiten Spielabschnitt eröffnete "Hubschrauberto" Quero mit einem Donnerschlag zum 0:1, und dann übernahm Kapitän Sebastian Richter das Zepter. Über die Stationen 4:9 (Engel) und 6:12 (Blockaktion) erhöhte Eltmann den Vorsprung auf 8:15. Beim 14:19 brachte sich Nico Bitsch durch einen schöner Einerblock ein, und auch Tobias Werner hatte in der Annahme zwei gute Aktionen. Mircea Peta machte dann die wichtigen Punkte zum 19:25.
Im dritten Durchgang setzte nach einer Pietzonka-Predigt der GSVE die Glanzpunkte, spielte sich fast in einen Rausch. Lediglich Timon Schippmann behielt die Nerven. Welter konnte nach seiner Verletzung nicht mehr spielen, und der Mittelblocker der Gastgeber, Robert Karl, sorgte dafür, dass Eltmann mit 25:14 eine der höchsten Satzniederlagen der Saison kassierte.
Die Delitzscher Fans trieben ihre Jungs nach vorne, diese spielten im vierten Satz auf hohem Niveau und sicherten sich mit 25:20 den zweiten Satzerfolg. Der Tiebreak musste nun entscheiden. Diesen eröffnete Peta mit dem 0:1, doch dann gingen die Gastgeber mit 5:2 in Führung. Im Eltmanner Lager zog Verunsicherung ein. Doch gemäß der Devise von Trainer Milan Maric: Von nichts kommt nichts, aber die Jungs wissen, was sie sich schuldig sind, rafften sich die Oshino Volleys noch einmal zu einer konzentrierten Leistung auf. Sie machten Punkte über die Mitte, beeindruckend das 9:11 durch Kellermann, und stoppten den Lauf der Gastgeber, die allerdings nochmals auf 13:14 herankamen. Ein ins Aus geschlagener Ball der Delitzscher beendete mit 13:15 das Herzschlagfinale zugunsten der Gäste, die nun ausgiebig zum Jubeltanz ansetzten, den Hansi Nürnberger nicht einleiteten konnte, da er aus familiären Gründen nicht dabei sein konnte.
Den Meisterpokal übergab der Liga-Vizepräsident Jörg Papenheim. Die anschließende Live-Meisterfeier für Eltmann vereinte die Fans der Gäste und die Delitzscher, von denen auch viele länger blieben, bis sich dann nach 23 Uhr der Gästebus wieder in Richtung Eltmann in Bewegung setzte. VCE-Vorstand Peter Knieling musste sich vorher in der Halle noch der Bierdusche stellen, während sein Kollege, Manager Rolf Werner, den Meisterschaftstriumph mehr im Stillen genoss. Milan Maric, der Trainer, war entspannt, seine Jungs hatten ihn auch im letzten Saisonspiel nicht im Stich gelassen und Saisonsieg Nummer 20 nach einem Rasierklingenritt eingefahren. rom

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