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Bad Staffelstein

Der Kormoran nervt

Bad Staffelstein — Der Sport-Angler-Club-Staffelstein und Umgebung e.V. hielt kürzlich seine Mitgliederversammlung ab. Vorsitzender Jürgen Haselmann konnte mit Freude hierzu viele ...
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Mitglieder-Ehrung (von links): Zweiter Bürgermeister Hans Josef Stich, Peter Ehrl, Zweiter Vorsitzender Gerhard Apfel, Herbert Kraus, Balthasar Fiedler, Ulrich Schweiniger und Vorsitzender Jürgen Haselmann Foto: al
Mitglieder-Ehrung (von links): Zweiter Bürgermeister Hans Josef Stich, Peter Ehrl, Zweiter Vorsitzender Gerhard Apfel, Herbert Kraus, Balthasar Fiedler, Ulrich Schweiniger und Vorsitzender Jürgen Haselmann Foto: al
Bad Staffelstein — Der Sport-Angler-Club-Staffelstein und Umgebung e.V. hielt kürzlich seine Mitgliederversammlung ab. Vorsitzender Jürgen Haselmann konnte mit Freude hierzu viele am Vereinsgeschehen interessierte Angler feststellen. Es ging weiter mit dem Bericht. Wie Haselmann sagte, habe sich der Kormoran für die Weichwirtschaft und Angelfischerei zu einer großen Bedrohung entwickelt. "Durch sinnlose und übertriebene Schutzmaßnahmen (wie Vogel des Jahres) ist dieser Vogel leider auch bei uns heimisch und zur Plage geworden", sagte Haselmann. Brutkolonien in der näheren Umgebung seien inzwischen einige zu finden. Im Herbst und Frühwinter, unmittelbar nach den ersten Fischbesatzmaßnahmen, seien täglich mehrmals 30 bis 40 Kormorane eingefallen am Ried- und Mittelsee. Bis zu einen Kilogramm Fisch täglich brauche dieser Vogel zum Überleben. Haselmann: "So fressen diese Vögel hochgerechnet im Monat 1000 Kilogramm Fisch; darunter leiden auch viele frisch eingesetzte Fische aus unserem See."

Riedseefest: Erfolg und Mühe

Dann blickte er auf etwas Erfreulicheres zurück. Das Riedseefest 2014 sei wieder ein voller Erfolg gewesen. Hier sprach Haselmann allen Helfern für ihren Einsatz seinen Dank aus, es waren ungefähr 70 Personen aktiv. Doch sprach der Vorsitzende auch ernste Worte an die Mitglieder und mahnte für die kommende Zeit, sich aktiv um das Vereinsleben zu kümmern. Weil sich das Riedseefest zu einer Großveranstaltung entwickelt habe, die alle Beteiligten an die Grenzen der Belastbarkeit führe, laufe es Gefahr, dass die Sportangler es nicht mehr durchführen können. "Und das hängt mit Euch allen zusammen", wurde Haselmann deutlich. "Leider hat sich in den vergangenen Jahren ein Großteil unserer Mitglieder zu ,Egoisten' entwickelt. Aber das ist ein Trend in der Gesellschaft, der leider fast überall zu beobachten ist. Solche Personen sind zwar Mitglied in unserem Verein, wollen aber mit der eigentlichen Vereinsarbeit und dem -leben nicht zu tun haben." Sie wollten nur angeln. Dies findet der Vorsitzende schlimm.
Mit weiteren mahnenden Worten und Ausführungen gab Haselmann seinen Verdruss mit der Bitte um Abhilfe weiter. Denn allein um den Auf- und Abbau der rund 200 Sitzgarnituren mit Tischen und 400 Bänken hätten sich alleine drei über 70-jährige Mitglieder gekümmert und eine körperliche Höchstleistung vollbracht. Wenn es nicht mehr aktive Mitarbeit im Verein gebe, werde es in baldiger Zukunft kein Riedseefest mehr geben.
Dann würden die Kosten für das Fischgewässer so hoch steigen, dass er eine düstere Zukunft für den SAC Staffelstein sehe. Somit kam noch einmal der eindringliche Appell an alle Mitgliede: "Helft in jeglicher Art mit, sonst droht dem Riedseefest und damit dem gesamten Verein der Untergang", mahnte Haselmann.
Er berichtete, dass neben dem Wirtschaftsgebäude eine überdachte Bootsunterstellhalle und Platz für sämtliche Arbeitsgeräte geschaffen wurden. Sein aufrichtiger Dank galt den Helfern mit Ehrenmitglied Fritz Lieb, weiter Hermann, Norbert und Stefen Lieb, Peter Keller und Martin Weiß.
Zweiter Bürgermeister Hans Josef Stich (CSU) überbrachte Gruß und Dankworte im Namen der Stadt Bad Staffelstein. Mit seinem Lob des Vereinsgeschehens rund um die Riedseehütte mit vielen Angeboten für alle Kur- und Urlaubsgäste und Mitbürger machte er deutlich, dass diese Einrichtung zu einem festen Teil mit gutem Ruf für die Badestadt geworden sei.
Kassier Peter Keller konnte einen positiven Tätigkeitsbericht mit guten Finanzen vortragen, trotz Baumaßnahmen, vereinsinterner Anschaffungen sowie Steuern und Abgaben. Gewässerwart Norbert Lieb und Roland Görtler berichteten von etlichen Arbeitseinsätzen am Gewässer, Uferbereich und den Zufahrtswegen. Die Wasserqualität sei stets in Ordnung gewesen. Freiwillige Helfer seien auch hier für die anfallenden Arbeiten notwendig.
Jugendleiter Christian Schulz und Steffen Lieb führten mit etlichen Aktionen die Jugendgruppe. Der Nachwuchs könnte hier trotz bunter Angebote vom Verein noch besser werden. al
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