Goßmannsdorf

Der Gegner ist die Agrarindustrie

Goßmannsdorf — Die grüne Landesvorsitzende Sigi Hagl besuchte auf Einladung der Grünen im Landkreis Haßberge den Demeterhof von Claudia und Hans Dünninger im Hofheimer Stadtteil Go...
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Sigi Hagl (Mitte) ließ sich von Bio-Bauer Hans Dünninger (Zweiter von links) durch den Demeterhof in Goßmannsdorf führen. Mit dabei waren auch die Grünen-Kreisräte Rita Stäblein (rechts), Helene Rümer und Matthias Lewin (beide nicht im Bild) sowie die Haßfurter Stadträtin Annette Marquardt (links). Foto: privat
Sigi Hagl (Mitte) ließ sich von Bio-Bauer Hans Dünninger (Zweiter von links) durch den Demeterhof in Goßmannsdorf führen. Mit dabei waren auch die Grünen-Kreisräte Rita Stäblein (rechts), Helene Rümer und Matthias Lewin (beide nicht im Bild) sowie die Haßfurter Stadträtin Annette Marquardt (links). Foto: privat
Goßmannsdorf — Die grüne Landesvorsitzende Sigi Hagl besuchte auf Einladung der Grünen im Landkreis Haßberge den Demeterhof von Claudia und Hans Dünninger im Hofheimer Stadtteil Goßmannsdorf.
Bei einem Rundgang durch den Hof informierte sich die Landshuterin über die artgerechte Schweinehaltung bei den Dünningers, die streng nach Demeter-Richtlinien erfolgt. In Goßmannsdorf werden jedoch nicht nur Schweine gehalten. Sämtliche Getreidearten werden angebaut, sogar die Soja-Bohne. Ferien auf dem Bio-Bauernhof, der eigene Hofladen mit Bio-Produkten und die Bio-Kiste sind ein weiteres Standbein für die Dünningers, die bereits seit 1989 die Öko-Landwirtschaft betreiben.
Deutlich wurde klar die Ablehnung der industriellen Landwirtschaft. Sigi Hagl plädiert wie auch die Grünen vor Ort für kleinere Strukturen, die denBürgern auch den Wert der landwirtschaftlichen Produkte näherbringen kann. Mit den Öko-Labels sei man zwar auf einem guten Weg, hingegen aber noch lange nicht am Ende, sagte sie. So sollte die Klassifizierung nicht nur bei Eiern vorgenommen werden, auch Produkte, in denen Eier verarbeitet wurden, müssten eine entsprechende Kennzeichnung bekommen, forderte Hagl: "Die Verbraucherinnen und Verbraucher wollen und müssen wissen, woher das Produkt, das sie kaufen, kommt und wie es hergestellt wurde."
Dennoch betonte die Grünen- Landesvorsitzende, dass nicht die konventionell arbeitenden Bauern die Gegner der grünen Landwirtschafts-Politik seien, sondern die Agrarindustrie.
Ein weiteres Thema war natürlich TTIP, das auch oder gerade die Landwirte in Deutschland treffen könnte, wie es hieß. Durch dieses Freihandelsabkommen werde Großkonzernen aus Übersee die Möglichkeit eröffnet, kleinere landwirtschaftliche Betriebe aus dem Markt zu drängen. Die Grünen treten weiterhin dafür ein, diesen Konzernen eben diese Möglichkeiten nicht einzuräumen. ml


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