Bamberg

Der Breitbandausbau als "Herkulesaufgabe"

Artikel drucken Artikel einbetten
Albert Füracker bei seinem Vortrag in der Harmonie Foto: RiegerPress
Albert Füracker bei seinem Vortrag in der Harmonie Foto: RiegerPress

von unserem Mitarbeiter Harald Rieger

Bamberg — Was will und was kann das neue Heimatministerium? Der Wirtschaftsbeirat Bayern, Bezirk Bamberg, wollte es wissen und lud den Staatssekretär für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat, Albert Füracker (CSU), in die Harmoniesäle ein. Im Grünen Saal gab er Einblicke in die Aufgaben und Ziele des noch relativ neuen Heimatministeriums.
"Deutschland entwickelt sich unterschiedlich. Wir in Bayern werden bis zum Jahre 2032 weiter wachsen. Die Frage ist nur wo", referierte der Staatssekretär. Während man sicherlich in München, Regenburg oder Ingolstadt auf eine weitere Bevölkerungszunahme verzichten könnte, wäre ein Wachstum in Wunsiedel, Kronach und Hof hingegen wünschenswert.

Landleben mit Qualität

Hier komme nun das Heimatministerium ins Spiel, von wo aus nun insbesondere die Landesentwicklung gesteuert werden soll. Es gelte zu vermitteln, ob ein Wohnort in München mit den höchsten Mieten wirklich so erstrebenswert sei, oder ob nicht das Leben im ländlichen Raum mit Kinderspielplätzen und grüner Natur mehr Qualität bringe. "Natürlich stehen wir bei der Schaffung von gleichwertigen Lebensverhältnissen in Bayern vor großen Herausforderungen", so Füracker.
Neben frühzeitigen Weichenstellungen bei wichtigen Zukunftsfragen wie dem demographischen Wandel, dem Verhältnis zwischen Ballungszentren und ländlichem Raum oder der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse sieht der Staatssekretär das Heimatministerium auch als Koordinator und "Antreiber" für den Breitbandausbau in Bayern. Bis 2018 will man von Nürnberg aus diese "Herkulesaufgabe" bewältigt haben.
Ferner sieht Füracker das Heimatministerium auch bei der Regionalentwicklung sowie der Behördenverlagerung in der Pflicht. "Wenn 1000 Beamte München verlassen, werden diese in der Hauptstadt nicht fehlen." Allerdings, so gestand er, sei die Erwartungshaltung der Kommunen oder Städte groß. Alle könnten aber nicht "bedient" werden. Man müsse eben abwägen, wo eine Behördenverlagerung Sinn mache und den meisten Erfolg bringe.


Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren