Burgkunstadt

Der Abstieg als große Chance

fussball  Marco Dießenbacher bleibt Spielertrainer des FC Burgkunstadt. In der Bezirksliga will er einen Neuanfang starten.
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Marco Dießenbacher (rechts) sieht im Abstieg in die Bezirksliga eine große Chance für den FC Burgkunstadt.   Foto: Heinrich Weiß
Marco Dießenbacher (rechts) sieht im Abstieg in die Bezirksliga eine große Chance für den FC Burgkunstadt. Foto: Heinrich Weiß

Burgkunstadt — Für den FC Burgkunstadt war es eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen, großem Verletzungspech und dem am Ende bitteren Abstieg von der Fußball-Landesliga Nordost in die Bezirksliga. Nach einem 1:1 im Hinspiel beim VfL Frohnlach II verloren die Schuhstädter das Rückspiel gegen den Bezirksliga-Zweiten auf eigenem Platz deutlich mit 0:3.
FC-Spielertrainer Marco Dießenbacher sieht im Abstieg aber auch eine große Chance für den Verein.

BR: Nach dem bitteren Abstieg in die Bezirksliga stellt sich die wichtigste aller Fragen: Gehen Sie den Gang in die Bezirksliga mit?
Marco Dießenbacher: Ich werde auf jeden Fall mit in die Bezirksliga gehen und sehe den Abstieg inzwischen als große Chance für einen Neuanfang. Schließlich sind wir dann nicht mehr in jedem Spiel der Außenseiter, sondern müssen auch spielerisch überzeugen. Das wird eine tolle Herausforderung.

Gibt es Spiele, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind?
Ich möchte gerne mit den positiven Erinnerungen anfangen. Bei den Heimsiegen gegen die SG Quelle Fürth, SV Pettstadt und FC Vorwärts Röslau haben wir gezeigt, was wir leisten können. Auch die beiden knappen 0:1-Niederlagen gegen den souveränen Meister TSV Neudrossenfeld sind ein tolles Zeichen der Mannschaft gewesen. Leider waren wir zu unkonstant, sodass es auch viele Enttäuschungen gab. Vor allem die Niederlagen gegen die jeweiligen Schlusslichter der Liga waren sehr bitter. In diesen Spielen gegen Oberkotzau, Dergahspor Nürnberg und Strullendorf haben wir uns doch viel mehr erhofft. Und entscheidend für den Abstieg war dann natürlich das 0:3 gegen Frohnlach II.

Ihre Mannschaft hatte während der Saison mit großem Verletzungspech zu kämpfen und war deshalb gerade in der entscheidenden Saisonphase sehr dezimiert. War der Kader einfach zu dünn?
Sieht man den Saisonverlauf, dann muss man auf jeden Fall sagen, dass der Kader zu dünn besetzt war. Wir hatten zwischenzeitlich sieben verletzte Spieler zu beklagen. Wer weiß, vielleicht hätten wir in voller Besetzung den Abstieg verhindern können. Teilweise hat allerdings auch einfach die Qualität im Kader gefehlt.

Sie sprechen die fehlende Qualität im Kader an. Vor der Saison wurde der FC Burgkunstadt mit einem großen personellen Umbruch konfrontiert. Gleich acht Spieler haben den Verein vor der abgelaufenen Saison verlassen. War auch das ein Grund für den verpassten Klassenerhalt?
Der Umbruch war bestimmt nicht das Problem. Die Spieler, die uns verlassen haben, hätten vermutlich sowieso nicht zu uns gepasst. Ich weiß nicht, ob uns diese Spieler weiter geholfen hätten. Grundsätzlich arbeite ich nämlich lieber mit jungen und lernwilligen Spielern zusammen.

Nach einem sportlichen Abstieg ist es ja nicht selten, dass sich viele Spieler einen anderen Verein suchen. Wie schaut es in Burgkunstadt aus? Haben sich die Spieler schon zu ihrer sportlichen Zukunft geäußert?
Ja, leider haben wir schon einige Abgänge zu verzeichnen. Daniel Ruck wird in der kommenden Saison beim TSV Buch in Nürnberg im Tor stehen. Mit David Beloch zum TV Marktzeuln, Stefan Dinkel zum FC Redwitz, Alexander Kunz zum SV Friesen und Johannes Oppel zur SG Altenkunstadt/Woffendorf verlieren wir weitere wichtige Stützen. Wir werden versuchen, diese Ausfälle mit Jugendspielern aufzufangen. Mit Alexander Barth vom TSV Thurnau und Schöpf vom FC Fortuna Roth haben wir bereits zwei Talente aus der Region verpflichten können. Unser Ziel bleibt es, ein Sprungbrett für junge Talente zu sein.

Gibt es bereits ein Ziel für die neue Bezirksliga-Saison?
Ja, habe ich zumindest schon im Kopf. Ich will meine Mannschaft vor allem spielstärker machen. Eine Platzierung für die kommende Saison auszugeben, ist jetzt natürlich noch nicht möglich. Nur so viel kann ich sagen, dass ein direkter Wiederaufstieg wohl sehr schwer werden wird.

Die Fragen stellte unser
Mitarbeiter Steffen Berghammer
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