Neustadt bei Coburg

Denkmäler an zwei Tagen geöffnet

Kultur  Wegen der Landtagswahlen in Sonneberg wird der "Tag des offenen Denkmals" auf zwei Sonntage aufgeteilt. Was aus der Not entstand, soll für die Besucher nun mehr Zeit bringen, sich die Kulturgüter unter dem Motto "Farbe" anzuschauen.
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Die Michaelskirche in Fechheim ist nur eines von vielen geöffneten Denkmälern. Foto: Thomas Heuchling
Die Michaelskirche in Fechheim ist nur eines von vielen geöffneten Denkmälern. Foto: Thomas Heuchling
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von unserem Redaktionsmitglied 
Thomas Heuchling

Neustadt — Das Besondere am diesjährigen "Tag des offenen Denkmals" sei eigentlich aus der Not geboren, sagt Fred Schindhelm. Er ist bei der Stadt Neustadt der für die Veranstaltung der Unteren Denkmalschutzbehörde zuständige Mitarbeiter. Wegen der Landtagswahlen in Thüringen am 14. September wurde das Programm auf zwei Sonntage aufgeteilt. Neben dem 14. gibt es nun ebenso am 7. September offene Denkmäler in den Landkreisen Sonneberg und Coburg sowie in der Stadt Coburg und eben in Neustadt zu besichtigen. Denn seit elf Jahren arbeiten die Kommunen bei dieser Kulturveranstaltung zusammen.
"Einige der Gebäude, die am Tag des offenen Denkmals geöffnet werden sollten, dienen als Wahllokale", erklärt Schindhelm. "Durch die Aufteilung auf zwei Tage haben die Besucher mehr Zeit sich alles anzusehen", sagt Schindhelm und fügt hinzu: "Dieser Vorteil ist eigentlich aus der Not entstanden." Am ersten Sonntag, 7. September, liegt der Schwerpunkt im Landkreis Sonneberg.
Vor allem der Föritzer Ortsteil Mupperg lädt mit dem ehemaligen Gasthaus "Roter Ochse", dem Schloss oder dem Backhaus zum Entdecken ein. Die Eröffnung findet in der Heilig Geist-Kirche in Mupperg mit der Band "Sax and Keyb" statt. Eigentlich war die Veranstaltung in der Michaelskirche in Fechheim geplant. Doch dort ist vor einigen Monaten ein Teil der Deckenfresken heruntergestürzt. Seit dem steht dort ein Baugerüst und die Kirche ist teilweise gesperrt.
Aber in zwei Führungen gibt am "Tag des offenen Denkmals" der für die Restaurierung zuständige Architekt und Coburger Stadtheimatpfleger Thomas Peetz einen Einblick in die Arbeiten in der Michaelskirche. Neben Schautafeln gibt es auch an den restlichen Denkmälern Führungen mit kompetenten Personen. Da gebe es aber in den meisten Fällen keine festen Zeiten, sagt Schindhelm.
"Jeder kann sich auch seine eigene Tour zusammenstellen. Aber am 7. September empfehle ich den Leuten, sich im Anschluss an den Festgottesdienst in Mupperg und die Auftaktveranstaltung in Fechheim dem Rundgang anzuschließen, um möglichst viel zu sehen", erklärt der 60-jährige Schindhelm.

Fachwerk und andere Schätze

Am zweiten Sonntag, 14. September, liegt der Schwerpunkt auf dem Landkreis Coburg. Das Ahorner Gerätemuseum widmet sich der historischen Malerei und in Seßlach öffnen Privatleute ihre Fachwerkhäuser für das Publikum. Manchmal sei es gar nicht so einfach, Menschen dafür zu gewinnen, ihre eigenen Häuser für eine solche Veranstaltung zu öffnen. "In Seßlach sind die Denkmaleigentümer begeistert. In anderen Orten weniger", sagt Schindhelm.
Die deutsche Stiftung Denkmalschutz gibt in jedem Jahr ein Motto für den "Tag des offenen Denkmals" heraus. "Farbe" heißt es diesmal. Im Coburger und Sonneberger Land zeige sich das Motto vor allem in der Auswahl der Gebäude, die in ihrer inneren und äußeren Gestaltung besondere farbliche Akzente setzen. Das Fachwerk des "Roten Ochsen" in Mupperg oder eben das beschädigte Deckenfresko in der Fechheimer Kirche seien dafür nur einige Beispiele, erklärt Schindhelm.
Die Planung beginne im Februar oder März. Dann treffen sich Vertreter der Unteren Denkmalschutzbehörden und Heimatpfleger der mitmachenden Kreise und Städte.

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