Strössendorf

Den Glauben spüren

Strössendorf — Es war ein bedeutsamer Tag für 14 Mädchen und Jungen der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Strössendorf-Altenkunstadt, als sie am Ostermontag ihre Konfirmatio...
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Am Ostermontag wurde in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde von Strössendorf-Altenkunstadt das Fest der Konfirmation gefeiert; unser Bild zeigt die jungen Christen mit Pfarrer Jürgen Rix. Foto: Dieter Radziej
Am Ostermontag wurde in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde von Strössendorf-Altenkunstadt das Fest der Konfirmation gefeiert; unser Bild zeigt die jungen Christen mit Pfarrer Jürgen Rix. Foto: Dieter Radziej
Strössendorf — Es war ein bedeutsamer Tag für 14 Mädchen und Jungen der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Strössendorf-Altenkunstadt, als sie am Ostermontag ihre Konfirmation feiern konnten. Viele Angehörige und Mitchristen begleiteten die jungen Menschen dabei.
Nach dem Einzug in die Pfarrkirche St. Katharina in Strössendorf empfingen die Angehörigen und alle Gläubigen die jungen Christen mit dem Lied "Tut mir auf die schöne Pforte". Pfarrer Jürgen Rix dankte den vielen fleißigen Helfern dafür, dass die Konfirmation in einem festlich geschmückten Gotteshaus gefeiert werden konnte. Er stellte, passend zum Ostermontag, die Geschichte der Emma us-Jünger in den Mittelpunkt seiner Predigt und fragte: "Glauben wir auch, dass der Auferstandene uns begegnet, jeden Tag neu? Und unsere Konfirmanden und deren Glauben mit Leben erfüllt, und sie ihn weitertragen durch ihr Leben?" Die Geschichte über die Jünger wolle uns die Augen dafür öffnen, wie der Auferstandene uns begegnen kann, wenn wir auf den Wegen unseres Lebens unterwegs sind, so der Pfarrer. Manchen werde es dabei ähnlich ergehen wie in den Bibelworten des Lukas-Evangeliums. Sie werden vielleicht Menschen begegnen, die ihnen fremd sind, mit ihnen trotzdem ins Gespräch kommen, sie mitunter als sympathisch empfinden und den Wunsch haben, ganz einfach länger beieinander zu bleiben. Die Jünger hatten Angst und waren nach der Kreuzigung Jesu aus Jerusalem geflüchtet. Zu ihnen gesellte sich ein Fremder, der irgendwie vertrauenserweckend wirkte, dem sie erzählten, was passiert war. Diese Ereignisse verdeutlichten, meinte Jürgen Rix, dass es mitunter gut tut, sich einmal alles von der Seele reden zu können, Last und Frust. Der Fremde hörte aufmerksam zu, ohne sie auch nur einmal zu unterbrechen. "Heute würden wir fragen, warum erkennen sie ihn nicht, wieso merken sie nicht, wer es wirklich war?"
Aber: Sie ließen ihn nicht gehen und er folgte ihnen gerne ins Haus. Als er schließlich das Brot bricht, fällt es ihnen wie Schuppen von den Augen und sie erinnern sich des Abendmahls und merken, dass nur Jesus so reden konnte. Doch in diesem Moment, als sie den Auferstandenen erkennen, verschwindet er wieder aus ihrer Mitte.
Sie fassten es in Worte wie: "Brannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete auf dem Weg und uns die Schrift öffnete? Aus dieser Gefühlsbeschreibung, so Pfarrer Rix, könne man viel über den Glauben lernen. Man könne Gebete, Lieder, Bibelverse und die Gottesdienstordnung lernen, doch wenn das Gelernte nicht vom Kopf aus in die Herzen eindringt, bleibe der Glaube oberflächlich und beeinflusse unser Leben nicht.
"Seht deshalb", so der Seelsorger zu den Konfirmanden, "dass das Herz ein Ankerplatz des Glaubens sein kann und verspürt im Inneren, mit dem Herzen, die besonderen Augenblicke des Lebens, des Glücks, der Freude und der Dankbarkeit!"
Erfreut zeigte sich der Pfarrer darüber, dass die Konfirmanden aus Anlass ihres Festtages auch ein Herz für junge Menschen in Südafrika gezeigt haben, indem sie eine Spende für Schulkleidung Jugendlicher vorgesehen haben. Jürgen Rix überreichte ihnen zur Erinnerung ein kleines magnetisches Herz, aus dem grüne Zweige als Symbol für die Hoffnung, die die Pfarrgemeinde in alle setzt, wachsen.
Dieter Radziej

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