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Bad Staffelstein

Dem Gartenbauverein droht Totalschnitt

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Noch pflegt der Ehrenvorsitzende Johann Zenk die Grünanlagen im Ort. Wer übernimmt im nächsten Jahr diese Aufgaben, sollte es den Gartenbauverein nicht mehr geben? Foto: Gerd Klemenz
Noch pflegt der Ehrenvorsitzende Johann Zenk die Grünanlagen im Ort. Wer übernimmt im nächsten Jahr diese Aufgaben, sollte es den Gartenbauverein nicht mehr geben? Foto: Gerd Klemenz

Uetzing — Bei der Jahresversammlung des Obst- und Gartenbauvereins in der Gastwirtschaft "Zum Kutscher" bilanzierten die Mitglieder das Vereinsjahr. Die Neuwahlen der Vorstandschaft mussten aufgrund von nicht vorhandenen Wahlvorschlägen ausfallen.
Für den verhinderten Kassenwart gab Josef Gehringer einen Einblick in die Vereinskasse. Beim Pfarr- und Erntedankfest verkaufte man die Erntegaben, der dabei erzielte Erlös wurde der Kirche übergeben. In seinem Rückblick beklagte der Vorsitzende Josef Gehringer den schlechten Besuch der Mitglieder, denn von 146 waren nur 25 anwesend. Anschließend standen Neuwahlen auf der Tagesordnung. Nachdem die alte Vorstandschaft sich nicht zur Wiederwahl stellte, war bereits zuvor ohne Erfolg nach geeigneten Kandidaten gesucht worden, sagte Gehringer. Unter den Mitgliedern stellte sich auch niemand für einen Posten in der Vorstandschaft bereit. Die bestehende Vorstandschaft muss laut Satzung demnach die Vereinsgeschäfte noch ein Jahr kommissarisch weiterführen. Sollte sich dann bei Neuwahlen im nächsten Jahr niemand zur Verfügung stellen, müsste der Ortsverein nach 85 Jahren vorübergehend stillgelegt oder gar aufgelöst werden.

Drei Vereine haben aufgegeben

Im letzten Jahr stellten drei Gartenbauvereine im Kreisverband ihren Betrieb ein, sagte Gehringer. In seiner Vorschau nannte der Vorstand den Besuch des Tages der offenen Gartentür am 29. Juni in Kirchlein. Für den 3. Oktober soll nochmals eine Busfahrt stattfinden. Am 10. Dezember findet der Seniorennachmittag beim Kutscher statt.
Der neue Stadtrat Manuel Schrüfer (FW) dankte für die geleistete Pflege im Ort und hoffte auf den Weiterbestand des Obst- und Gartenbauvereins. Thomas Schwarz richtete sowohl kritische als auch aufmunternde Worte an die Vorstandschaft. Bei Wünsche und Anträge fragte Thomas Schwarz nach, wie es im Fall einer Auflösung aussieht. In diesem Fall, so der Vorsitzende, gehe das Vermögen des Ortsvereins an die Stadt. Zu einer Auflösung des Obst- und Gartenbauvereins soll es nicht kommen, waren sich die Mitglieder einig. Ein Neubeginn sei aber die einzige Chance für den Uetzinger Ortsverein, stellten sie fest. Ursula Zenk beklagte, dass die Vereinstracht der Frauen nicht mehr zeitgemäß sei. Man möchte doch über neue Kleider oder über T-Shirts in der Vorstandschaft einmal nachdenken. Gehringer nahm das zur Kenntnis, man müsse aber erst sehen, wie es mit dem Verein weitergeht. gkle

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