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Neustadt bei Coburg

Das ist nicht nur ein Stadtplan

internet  Die Stadt hat ihre Homepage mit einer interaktiven Karte erweitert. Einheimische und Gäste können auf dieser per Mausklick die Vielfalt der kommunalen und gewerblichen Angebote kennenlernen.
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Letzte Besprechung, bevor der neue interaktive Stadtplan auf die Neustadter Homepage gestellt wird: (von links) Martin Stingl, Rolf Höfner und Peter Dierckx. Foto: Berthold Köhler
Letzte Besprechung, bevor der neue interaktive Stadtplan auf die Neustadter Homepage gestellt wird: (von links) Martin Stingl, Rolf Höfner und Peter Dierckx. Foto: Berthold Köhler
von unserem Redaktionsmitglied 
Berthold Köhler

Neustadt — Bürgermeister Martin Stingl (SPD) beeilt sich, eine Sache gleich am Anfang klarzustellen: "Nein, das ist nicht irgendeiner von vielen Stadtplänen." Es ist ein "informatives Informationssystem", das die Stadt in diesen Tagen auf ihre Homepage gestellt hat. Mit Hilfe dieses Systems können sich Besucher von www.neustadt-bei-coburg.de schnell und umfassend über die Infrastruktur in Neustadt informieren - über die Geschäftswelt und Gastronomie genauso wie über Sehenswürdigkeiten und kommunale Dienstleiter.
Aber irgendwie kommt selbst Martin Stingl bei der Präsentation des neuen Service-Angebots dann doch nicht am Begriff des Stadtplans vorbei. Denn über einen hinterlegten Stadtplan können die Internet-User nahezu jedes Gebäude anklicken und Informationen darüber bekommen - wenn diese auf der Homepage hinterlegt sind. Klar: Kommerzielle Anbieter müssen dafür bezahlen, wenn sie ihre Angebote und Dienstleistungen präsentieren wollen.


Die einfache Alternative

Der Weg, über einen interaktiven Stadtplan die Menschen schnell und griffig zu informieren, ist so neu freilich nicht. "Die Idee, den Internet-Nutzern einen einfachen Weg zu bieten, ist so neu nicht", sagt Ulrich Wolf vom städtischen Hauptamt, das organisatorisch für die Neustadter Homepage zuständig ist. Allerdings war die technische Umsetzung der interaktiven Landkarte letztlich zu aufwändig, um sie vom städtischen Personal auf den Weg zu bringen. Deshalb ging die Stadt eine Kooperation mit der Memmelsdorfer Firma "Blattquadrat" ein, die sogar schon für internationale Metropolen interaktive Landkarten entwickelt hat. "Diese sind die für den Nutzer einfachere Alternative zur klassisch textlich geprägten Homepage", erklärt Wolf.
Obwohl der neue Bestandteil der Neustadter Homepage - zu finden ist er rechts, unter "Wo finde ich was?" - gerade mal vor gut einer Woche aktiviert wurde, ist er im Bereich der städtischen Infrastruktur inzwischen schon sehr gut bestückt. "Da haben wir einen enormen Qualitätsunterschied zu anderen vergleichbaren Gemeinden", bestätigt Peter Dierckx von "Blattquadrat". Zu verdanken ist dies Rolf Höfner vom städtischen Kulturamt, der Homepage-Programmierer mit jeder Menge Informationen, Fotos und Hinweisen versorgt hat. Deshalb kennt sich Höfner inzwischen auch gut mit dem Handling des interaktiven Stadtplans aus - und er ist begeistert: "Das ist sehr einfach und mit dem Aufwand bei einer normalen Homepage nicht zu vergleichen."
Das ist auch Sinn der Sache, ergänzt Dierckx. Schließlich soll das Informationsangebot insbesondere für die örtlichen Gewerbetreibenden leicht und zeitlich überschaubar aktualisierbar sein. Wichtig war bei der technischen Umsetzung des Angebotes auch, dass die Karte auch auf mobilen Endgeräten funktioniert.
Wie detailliert sich der interaktive Stadtplan in den nächsten Jahren präsentieren wird, werden auf Dauer der Markt (bei gewerblichen Informationen) und die Stadt (bei kommunalen Angelegenheiten) regeln. "Theoretisch ist die Liste endlos", sagt Dierckx und fasst zusammen: "Vom Müllcontainer bis zur Buslinie." Angesprochen werden sollen vom neuen Angebot die Neustadter und Touristen gleichermaßen.


Nicht nur für Touristen

"Man muss so etwas auch seinen eigenen Bürgern publik machen", weiß Peter Dierckx. Für Dritten Bürgermeister Stingl ist auch der Werbe-Effekt in die www.-Welt hinaus nicht zu unterschätzen. Für die Vorbereitung eines Besuches in Neustadt sei kaum etwas besser als ein interaktiver Stadtplan. "Das ist ein Luxus, den wir unseren Besuchern bislang noch nicht bieten konnten", freut sich Stingl.

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