Grub am Forst

Das Telefon bleibt, die Zelle verschwindet

Die gute Nachricht in Sachen Telekommunikation in der Gemeinde: Auch künftig besteht in der Bahnhofstraße die Möglichkeit, von einem öffentlichen Fernsprech...
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Diese Telefonzelle in der Bahnhofstraße wird in eine Basistelefonstelle umgewandelt. Foto: Lothar Weidner
Diese Telefonzelle in der Bahnhofstraße wird in eine Basistelefonstelle umgewandelt. Foto: Lothar Weidner
Die gute Nachricht in Sachen Telekommunikation in der Gemeinde: Auch künftig besteht in der Bahnhofstraße die Möglichkeit, von einem öffentlichen Fernsprecher aus zu telefonieren. Insofern hatte der Einspruch der Gemeinde gegen den Abbau des öffentlichen Telefonhäuschens der Telekom Erfolg. Die schlechte Nachricht musste Bürgermeister Jürgen Wittmann (GfG) dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung mitteilen: Die Zelle selbst könne laut Telekom in der jetzigen Form nicht beibehalten werden, stattdessen werde an gleicher Stelle ein Basistelefon eingerichtet.
Ein Herz für Küchenschellen zeigte der Gemeinderat: Es wurde beschlossen, allerdings bei vier Gegenstimmen, den Hang nördlich der Bahnlinie vom Schlehengebüsch zu befreien, um die noch bis ins Jahr 1970 blühenden Küchenschellen wieder aufkommen zu lassen. Ebenso soll an der dortigen Steinbruchkante auch der extrem seltene Berglauch wieder aufleben.
"Um eine erneute Ansiedlung dieser Pflanzen zu ermöglichen, ist dringender Handlungsbedarf geboten", stellte Wittmann fest. Allerdings darf der Rückschnitt nur mit Zustimmung der Deutschen Bahn ausgeführt werden. Diese legte einen Kostenvoranschlag vor, der sich auf rund 30 000 Euro belief. Aufgrund dieser Kosten wurde festgelegt, zunächst die untere Teilfläche zu entbuschen. Die anfallenden Kosten von 15 000 Euro werden mit 10 000 Euro vom Landratsamt mit getragen und die restlichen 5000 Euro der gemeindlichen Rücklage entnommen. Der Rückschnitt des weiteren Teils könnte 2018 in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband erfolgen.
Unmut kam in der Sitzung auf, als Gemeinderat Helfried Schreiner (CSU) dem Bürgermeister vorwarf, er habe den Tagesordnungspunkt zum Maßnahmenpaket des Landschaftspflegeverbandes nicht richtig formuliert. Seiner Meinung nach hätte es "Beschluss" statt "Stellungnahme" heißen müssen. Der Antrag Schreiners, den Punkt abzusetzen, wurde mit der knappen Mehrheit von acht zu sechs Stimmen angenommen.
Aufgrund großer Nachfrage beschloss das Gremium, die Betriebserlaubnis der Kinderkrippe um drei Plätze auf 18 zu erhöhen.
Wittmann teilte mit, dass am 3. Juli eine gemeinsame Sitzung mit dem Gemeinderat Niederfüllbach stattfinden wird, in der eine externe Referentin über die Straßenausbau-Beitragssatzung Rede und Antwort stehen wird.
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