Memmelsdorf
Kirche 

Das Provisorium hat ein Ende

Die Kapelle in Laubend erhält einen neuen Volksaltar. Der Gemeinderat Memmelsdorf unterstützt damit einstimmig einen Antrag der Kirchenstiftung Kreuzerhöhung Merkendorf
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Kirchenpfleger Günther Knoll und Bürgermeister Gerd Schneider im Altarraum der Laubender Kapelle Foto: Pressestelle Memmelsdorf, keb
Kirchenpfleger Günther Knoll und Bürgermeister Gerd Schneider im Altarraum der Laubender Kapelle Foto: Pressestelle Memmelsdorf, keb
Einstimmig hat der Gemeinderat Memmelsdorf jetzt beschlossen, dass die Kirchenstiftung Kreuzerhöhung Merkendorf einen Zuschuss für die Neugestaltung des Altarraums in Laubend erhält. Den Wunsch, das bisherige Provisorium zu beenden, hat die Laubender Bürgerschaft überzeugend an die Kirchenstiftung und die Gemeinde herangetragen, da die kleine Kapelle mittlerweile wieder rege für Gottesdienste besucht wird. Dies nicht nur bei Feierlichkeiten wie der Kirchweih oder dem Floriansfest, sondern auch regelmäßig an jedem ersten Dienstag im Monat um 18.30 Uhr.


Aus massiver Eiche

Seit 2015 nutzt Monsignore Pfarrer Hagel bei den Gottesdiensten ein Altarprovisorium, das anlässlich der 150-Jahrfeier installiert worden war. Der eher praktische als ansehnliche Ersatzaltar soll nun durch einen neuen Volksaltar samt Ambo aus massiver Eiche ersetzt werden. Beide Elemente, die planerisch und federführend vom Erzbistum Bamberg entwickelt worden sind, greifen in ihrem Material und ihrer Formgebung die Gestaltung des Hochaltares auf. Zudem soll der neue Volksaltar die Besonderheiten des historischen Hochaltares unterstreichen. Ambo und Volksaltar lassen durch ihre offene Bauweise den Blick frei auf die ornamentale Gestaltung des Chorraumes und fügen sich harmonisch in die Gesamtkonzeption ein.
Für die Neugestaltung des Volksaltares und des Ambo und die damit verbundene Restaurierung und Reinigung des neugotischen Hochaltars sind Gesamtkosten in Höhe von 13 640 Euro veranschlagt. Davon übernimmt das Ordinariat des Erzbistums Bamberg einen Kostenanteil in Höhe von 20 Prozent. Die übrigen Kosten in Höhe von 10 912 Euro teilen sich Kirchenstiftung Kreuzerhöhung und die Gemeinde Memmelsdorf jeweils zur Hälfte, so dass die Gemeinde die Neugestaltung ihrer Kapelle in Laubend mit einem Betrag von 5465 Euro unterstützt.
"Ich bin sehr froh, dass das Gremium unsere Vorschläge zur Umgestaltung der Laubender Kapelle mitgetragen hat und dass die Laubender ihre Gottesdienste nach Fertigstellung in einem wunderschönen neuen Altarraum abhalten können", bekräftigt Bürgermeister Gerd Schneider (Parteilos), der sich in vielen Gesprächen mit Kirchenpfleger Günther Knoll und dem erzbischöflichen Ordinariat persönlich für die Neugestaltung eingesetzt hat. "Mit der Neugestaltung als Volksaltar rückt die Liturgie näher an die Gemeinde heran, und wir können so die kirchlichen Feiern und unsere Gottesdienste noch besser gemeinsam erleben", freut sich Kirchenpfleger Günther Knoll, der den Antrag und alle baulichen Details in der Gemeinderatssitzung persönlich vorgestellt hat, über die einstimmige Entscheidung des Gemeinderats für den kleinsten Ortsteil der Großgemeinde. Die neugotische Kapelle St. Maria wurde 1862 von Laubendern aus Sandsteinquader in der Ortsmitte errichtet und befindet sich im Eigentum der Großgemeinde Memmelsdorf. Die Neugestaltung des Altarraumes soll bereits im Herbst abgeschlossen sein. keb

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