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Neudrossenfeld

Das "Mekka der Coburger Lerche" lud ein

von unserem Mitarbeiter Horst Wunner Neudrossenfeld — Der Auftakt der Rassegeflügelschauen der Saison 2015/16 war vielversprechend: Über 80 Aussteller aus Deutschland, Frankreich u...
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Die Ehrengäste bei der Eröffnung der Schau Fotos: Horst Wunner
Die Ehrengäste bei der Eröffnung der Schau Fotos: Horst Wunner
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von unserem Mitarbeiter Horst Wunner

Neudrossenfeld — Der Auftakt der Rassegeflügelschauen der Saison 2015/16 war vielversprechend: Über 80 Aussteller aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz präsentierten nahezu 800 Tauben auf der Hauptsonderschau des Sondervereins Coburger Lerchen, der diese besondere Rasse pflegt.
Die Coburger Lerche ist eine elegante Formentaube. Sie ist pflegeleicht, lebhaft und langgestreckt, mit den Farbnuancen gelercht, Silber mit Binden und Silber ohne Binden. Sie kann bis zu 700 Gramm schwer werden.
"Wir brauchen aber dringend Nachwuchs", sagte Uwe Wenzel, Vorsitzender des Sondervereins, "um diese über ein Jahrhundert alte Zucht aufrechtzuerhalten". Ein Wort verlor er noch zur Zucht: Die Schönheit eines Tiers sei auslegbar. Sie unterliege ständig sehr individueller Betrachtung: "Da müssen wir alle noch lernen."
Schirmherr Harald Hübner stellte Neudrossenfeld als "Mekka der Geflügelzucht" heraus. "Es wird damit auch ein Stück Wirtschaftskraft geschaffen, denn die Gasthäuser der Umgebung sind in dieser Phase fast alle ausgebucht", meinte der Bürgermeister. Auch stellvertretender Landrat Dieter Schaar betonte die Strahlkraft der Neudrossenfelder Ausstellungen, die oftmals ganz Europa erfassen. Die besten Coburger Lerchen weit und breit stellten sich in der NeudrossenfelderAusstellungshalle den strengen Kriterien von zwölf Preisrichtern. Die hatten auf Grund der Qualität und Quantität kein leichtes Amt, konnten aber immerhin 15 Mal die Note "vorzüglich", die höchstmögliche Auszeichnung vergeben. Als Einziger aus der ganzen Region erhielt sie Dietmar Haensel aus Mainleus. Er gehört damit zur Crème de la Crème, seine Coburger Lerchen Silber mit Binden und Silber ohne Binden fanden einhellige Bewunderung.


Der Geflügelflüsterer

Besonders freute sich Kreisvorsitzender und Mainleuser Vereinsvorsitzender Hansjürgen Grampp, dass sein Zuchtfreund so toll abgeschnitten hat: "Er holte auch das Championat." Haensler sei ein Phänomen in der Zucht von Tauben, Hühnern und Rassekaninchen; eine solche Vielfalt finde man selten, betonte Kreisvorsitzender Grampp. Er selbst zählte bei der Schau mit seinen Coburger Lerchen Silber ohne Binden zu den erfolgreichen Züchtern aus der näheren Umgebung. Er beschäftigt sich seit 36 Jahren mit dieser speziellen Taubenrasse.
Aus 900 Kilometern Entfernung ist Matthieu Bailly aus der Nähe von Calais in der Bretagne angereist: "Die weite Strecke lohnt sich, weil ich in Neudrossenfeld immer wieder neue Anregungen bekomme."

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