LKR Erlangen-Höchstadt

Das Kreiskrankenhaus wird für 17 Millionen Euro fit gemacht

Bernhard Panzer Einen Hinweis auf die Titelgeschichte des FT am vergangenen Freitag wollte sich Landrat Alexander Tritthart (CSU) nicht verkneifen. "Höchsta...
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Bernhard Panzer

Einen Hinweis auf die Titelgeschichte des FT am vergangenen Freitag wollte sich Landrat Alexander Tritthart (CSU) nicht verkneifen. "Höchstadt - eine einzige Baustelle" hieß es da. Da komme jetzt noch eine weitere dazu, sagte Tritthart, und zwar keine kleine. Denn mit einem "Beschluss von Tragweite" setzte der Kreistag am Montagmorgen den Startschuss für die Modernisierung des Kreiskrankenhauses in Höchstadt.
Das Gremium folgte mit seinem einstimmigen Beschluss der ebenso klaren Empfehlung zweier Ausschüsse, die das Thema vorberaten hatten. Für den Landrat ist es eine bemerkenswerte Aufgabe, die in den kommenden Jahren ins Haus steht. Fast wäre er geneigt gewesen, den Begriff "historisch" zu bemühen.
Formell nennt sich das Projekt "Bauliche Maßnahmen zur Strukturverbesserung und hygienischen Optimierung am Kreiskrankenhaus St. Anna". Dahinter stecken eine Summe von 17,1 Millionen Euro und eine Bauzeit von drei Jahren. Zwischen Oktober 2016 und Jahresende 2019 sollen in vier Bauphasen zahlreiche Verbesserungen geschaffen werden.
Diese erläuterte der Projektleiter des Büros BPM Bau- und Projektmanagement Hartl, Hans-Jörg Papke. Demnach entstehen unter anderem folgende Neuerungen: eine neue und moderne Intensivstation, eine zentrale Aufnahme, eine den neuesten Anforderungen entsprechende Zentralsterilisation sowie Isolationsschleusen.
Entstehen soll des Weiteren ein Veranstaltungsraum mit der Möglichkeit zum Betrieb einer Cafeteria und Abhaltung von Seminaren sowie Patienten- respektive Arztfortbildungen. Die Raumaufteilung soll patientennahe Strukturen zentral zusammenbringen und so eine verbesserte Steuerung von Prozessen hinsichtlich Patientenfreundlichkeit, Effizienz und Notfalltauglichkeit bringen. Papke: "Das medizinische Personal kommt zum Patienten, nicht der Patient irrt durchs Haus." Und die Stationen sollen hinsichtlich der Abläufe und Barrierefreiheit modernisiert werden.


Stimmen aus dem Gremium

Eine "gewaltige Aufgabe" (CSU-Kreisrätin Ute Salzner) stelle der Bau schon deswegen dar, weil der Betrieb im Krankenhaus durch die Maßnahme ja nicht unterbrochen werden soll. Deshalb will man laut Papke auch erst die Neubaufläche schaffen, bevor die Funktionen verlagert werden können.
Als beeindruckendes Signal für den ländlichen Raum wertete Landrat Tritthart die Zuschusszusage durch den Freistaat. 80 Prozent respektive 14,1 Millionen Euro werden an Förderung gewährt. Damit verbleiben für den Landkreis noch Kosten in Höhe von 3,2 Millionen Euro.
Martina Stamm-Fibich (SPD) ergänzte, dass auch der Bund die Krankenhäuser unterstütze und insgesamt acht Milliarden Euro in diese Infrastruktur gebe. Sie fand es mutig, dass auch in die kleinen Häuser investiert werde. Höchstadts Bürgermeister Gerald Brehm (FW) betrachtete es als deutlich positives Zeichen, dass die Beschlüsse allesamt einstimmig fielen und der Freistaat so viel Geld gibt.

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