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Rothenkirchen

Das Dieselross ist mit 65 Jahren noch gut in Form

Der 63-jährige Adam Suffa aus Rothenkirchen liebt sein 65-jähriges Dieselross und hegt und pflegt den Oldtimer, der ihn heute noch bei Arbeitseinsätzen, tro...
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Adam Suffa liebt sein altes Dieselross und fährt damit noch zum Holzholen. Sein Sozius Hans Michel bestaunte als Kind schon den Bulldog, der 1951 eine Rarität in Rothenkirchen war. Beide machen sich gerade zu einer kleinen Ausfahrt auf. Foto: K.- H. Hofmann
Adam Suffa liebt sein altes Dieselross und fährt damit noch zum Holzholen. Sein Sozius Hans Michel bestaunte als Kind schon den Bulldog, der 1951 eine Rarität in Rothenkirchen war. Beide machen sich gerade zu einer kleinen Ausfahrt auf. Foto: K.- H. Hofmann
Der 63-jährige Adam Suffa aus Rothenkirchen liebt sein 65-jähriges Dieselross und hegt und pflegt den Oldtimer, der ihn heute noch bei Arbeitseinsätzen, trotz seines besten Rentenalters, nicht im Stich lässt.
Und überhaupt: Adam Suffa und sein betagter Fendt. Der Oldtimer-Traktor ist ein Erbstück der Eltern, tut aber noch gute Dienste. Der Besitzer ist sehr stolz auf sein Schnauferl, mit dem er auch heute noch Holz aus dem Wald nach Hause bringt und für weitere nützliche Fahrdienste einsetzt. Die Eltern erwarben diesen Schlepper 1951. Er war damals der zweite Schlepper dieser Art in Rothenkirchen, erinnert sich der heute 72-jährige Hans Michel noch gut. Als Kind war man damals von solchen Gefährten fasziniert, wenn sie aus der Scheune rollten, bestaunte man mit leuchtenden Augen den Traktor und den Besitzer. Zu gern hat man sich mal kurz auf die hohen Seitensitze gesetzt, wenngleich diese alles andere als bequem waren. Alles war Blech und Eisen, erinnert sich der Rothenkirchener noch an damalige Mitfahrten.
Adam Suffa erzählt, dass die Eltern die Landwirtschaft bis 1989 führten. Neben Wald und Wiesen waren auch Felder und vor allem Kartoffeläcker zu betreuen. Im und um den Hof herum wurden Hühner, Hasen, Gänse, Enten, Schweine und Kühe gehalten. Er selbst lernte Werkzeugmacher, weil schon Ende der 1960er Jahre, als er die Schule verließ, absehbar war, dass in der kleinen Landwirtschaft keine Zukunft mehr lag.


Schon mit Anlasser ausgestattet

Doch das Erbstück Fendt Dieselross 15 und der Wald blieben erhalten. So rückt er mehrmals im Jahr heute noch mit dem alten Schlepper in den Wald aus, um Holz zu holen. Für damalige Verhältnisse war das Dieselross schon komfortabel mit elektrischer Anlasseranlage ausgestattet, allerdings hatte er zur Sicherheit auch noch den Kurbelantrieb, bei dem man mit einer Drehkurbel per Hand den Motor zum Laufen brachte. Er verfügt außerdem noch über ein Mähwerk, eine Ackerschiene und eine Getriebezapfwelle.
Die lustigsten Einsätze erlebte der Bulldog allerdings bei Faschingsumzügen. Hierbei hat Adam Suffa alle möglichen Gruppen und Faschingsformationen durch den Ort beim großen Faschingsumzug transportiert, erzählt er und muss laut lachen, wenn er nur an die Kostümierungen denkt, die er chauffieren durfte.
"Mit den elf PS bin ich völlig zufrieden, und wenn er auch nur 15 km/h schnell ist, ist mir das schnell genug", sagt Suffa und macht sich mit Hans Michel, der auch heute noch über die Robustheit solcher Fahrzeuge staunt, auf eine kurze Ausfahrt, denn der Tüv ist weiterhin noch ohne Einschränkungen gültig.

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