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Höchstadt a. d. Aisch

Dank für den Dienst auf dem Schulweg

"Ehrenamtliche Leistung ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich", sagte Höchstadts Bürgermeister Gerald Brehm (JL) am Donnerstagabend in seiner Rede un...
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Günther Thaler verteilt kleine Sachgeschenke an die Helfer. Foto: Hupfer
Günther Thaler verteilt kleine Sachgeschenke an die Helfer. Foto: Hupfer
"Ehrenamtliche Leistung ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich", sagte Höchstadts Bürgermeister Gerald Brehm (JL) am Donnerstagabend in seiner Rede und bedankte sich damit bei allen Schulweghelfern, die auch dieses Jahr wieder mitgewirkt hatten.
22 Ehrenamtliche begleiten Grundschüler in Höchstadt täglich an zwei Kreuzungen über die Straße. Sowohl an der Albrecht-Dürer-Straße als auch am Vogelseck in Höchstadt stehen ab halb acht Schulweghelfer bereit. Und das mit Erfolg: noch nie gab es einen Unfall dort, wo sie stehen. "Das zeigt, dass es Sinn macht", erklärte Polizeichef Jürgen Schmeißer. Auch er würdigte das Ehrenamt.
"Es ist ganz toll, jedes Jahr die gleichen Gesichter zu sehen", erklärte er weiter und freute sich darüber, dass sich mittlerweile ein Stamm entwickelt habe, der seit mehreren Jahren fest dabei ist. Die längste Amtszeit sei demnach aktuell 20 Jahre, einige weitere Helfer seien schon zehn oder mehr Jahre dabei. Natürlich würden aber auch einige Eltern, nachdem ihr Kind auf eine weiterführende Schule gewechselt ist, das Schulweghelfer-Dasein beenden.


Schwierige Nachwuchssuche

Als Anerkennung für die Leistung wurden auf dem traditionellen Jahresabschlussessen im Blauen Löwen weihnachtliche Teelichter und ein Kinogutschein an jeden verteilt.
Doch auch die Schulweghelfer haben Nachwuchsprobleme. Zwar bekommen sie Unterstützung von sogenannten Schülerlotsen, doch laut Günter Thaler, Verkehrserzieher der Polizei, "wird immer gesucht". Schülerlotsen sind ausgebildete Jugendliche der höheren Klassen, die, von der Schule organisiert, morgens ebenfalls an Ampeln stehen, um den kleineren Mitschülern das Überqueren der Straße zu erleichtern und um ihnen vor allem Sicherheit zu geben.
"Wir haben immer Schwierigkeiten, Nachwuchs zu finden. Gebt nicht auf", erklärte Thaler und motivierte die übrigen Schulweghelfer, weiter nach Nachwuchs zu suchen. Um den Grundschülern bestmögliche Sicherheit gewährleisten zu können, bildet die Polizei selbst die zukünftigen Schulweghelfer aus und betreut diese.
Von der Verkehrswacht werden Materialien wie eine Kelle oder eine Warnweste zur Verfügung gestellt. "Polizei und Verkehrswacht arbeiten Hand in Hand", erklärte der Verkehrserzieher weiter, die Helfer organisieren sich mit einem Einsatzplan aber selbst.
Yannick Hupfer

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