Weismain

Dank für das Besatzungsende

Weismains Bewohner gedenken an Mariä Himmelfahrt eines denkwürdigen Tages aus dem 30-jährigen Krieg: Mit der "Schwedenprozession" am Montag, 15. August, wir...
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Weismains Bewohner gedenken an Mariä Himmelfahrt eines denkwürdigen Tages aus dem 30-jährigen Krieg: Mit der "Schwedenprozession" am Montag, 15. August, wird das Gelübde aufrecht erhalten, das die Bewohner des Städtchens aufgrund des sagenumwobenen Abzuges der schwedischen Soldaten nach fast eineinhalbjähriger Besatzung gegeben hatten.
Laut historischen Aufzeichnungen wurde die Stadt Weismain am 13. März 1633 von dem im Dienste der schwedischen Krone stehenden Herzog Bernhard von Weimar erobert und bis zum 15. August 1634 besetzt. Da die Weismainer Einwohner in dieser Zeit viel Leid ertragen mussten, mutete es wie ein Wunder an, als die Truppen damals fluchtartig die Stadt räumten. Die fromme Bevölkerung glaubte an ein Wunder des Himmels. Weil man an diesem Tag das Fest Mariä Himmelfahrt feierte, wurde der Abzug als Hilfe von der Gottesmutter gedeutet.
Die Soldatenkameradschaft sieht es als besondere Pflicht ihres Verbandes an, sich am Gedenktag zu beteiligen. Die Mitglieder treffen sich am Montag um 13.15 Uhr in Uniform an der Pfarrkirche. Der Prozession geht eine Marienandacht mit Diakon Konrad Funk und Ferdinand Humbert voraus, die um 13.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin beginnt.
Der Umzug wird von der Weismainer Blasmusik musikalisch umrahmt. Er führt die Gläubigen, die befreundeten Soldatenkameradschaften, Fahnenabordnungen der Vereine, Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung, Bürgermeistern und Stadträten durch den Stadtkern. elu
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