Michelau

Dank Webereitechnik um die halbe Welt

Im Kreise der Familie mit Nachbarn, Freunden und Bekannten feierten am Mittwoch Gertrud und Hans-Jürgen Eckerscham in der Georg-Friedrich-Händel-Straße 25, ...
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Goldene Hochzeit feierten am Mittwoch Gertrud und Hans-Jürgen Eckerscham aus der Georg-Friedrich-Händel-Straße. Zu den ersten Gratulanten zählten Bürgermeister Helmut Fischer, Tochter Christine Bergmann und Pfarrer Matthias Hain (hinten von links). Foto: Heinz Marr
Goldene Hochzeit feierten am Mittwoch Gertrud und Hans-Jürgen Eckerscham aus der Georg-Friedrich-Händel-Straße. Zu den ersten Gratulanten zählten Bürgermeister Helmut Fischer, Tochter Christine Bergmann und Pfarrer Matthias Hain (hinten von links). Foto: Heinz Marr
Im Kreise der Familie mit Nachbarn, Freunden und Bekannten feierten am Mittwoch Gertrud und Hans-Jürgen Eckerscham in der Georg-Friedrich-Händel-Straße 25, goldene Hochzeit. Kennengelernt hat sich das Jubelpaar in Vetschau im Spreewald in der damaligen DDR. Heute noch schwärmt Hans-Jürgen von dieser Zeit mit seinem "echten Spreewälder-Mädchen".
Nach vielen politischen Schwierigkeiten fand 1966 die lang ersehnte Hochzeit statt. Aus einer glücklichen Ehe gingen ein Sohn und eine Tochter hervor, die ihnen wiederum zwei Enkel schenkten.


1945 vertrieben

Hans-Jürgen Eckerscham ist in Lauban in Schlesien geboren und aufgewachsen in Greiffenberg, einem Vorort von Lauban. Hier verlebte er seine Jugend bis zur Vertreibung durch die Russen 1945. Nach einigen Irrfahrten landete er in Rehau, wo er auch seine Schuljahre verbrachte. Später erlernte er das Feinmechaniker-Handwerk für Textilmaschinen und legte nach einem Studium die Prüfung als Webereitechniker ab.
In diesem Beruf reiste er für eine Firma in Stuttgart und Bamberg um die halbe Welt. An die zwanzig Jahre war er in Europa, Amerika und Asien für die Automatisierung von Textilmaschinen tätig.
1974 zog die Familie dann nach Michelau, wo sie sich heute sehr wohl fühlt. Hier arbeitete der Jubilar bis zur Rente 1998 bei einer Textilfirma für Möbelstoffe in Michelau als Meister und Lehrlingsausbilder.
Seine Frau Gertrud war mit viel Engagement Verkäuferin in einem HO Kaufhaus (DDR). In ihrer neuen Heimat Michelau war sie zehn Jahre bei Scherer und Trier, neun Jahre als Näherin im ehemaligen Bekleidungsgeschäft von Elfriede Günther und fünf Jahre bei der Textilfirma für Möbelstoffe Zellner beschäftigt. Auf ihre Kindheit und Jugendzeit blickt Gertrud Eckerscham nach eigenen Worten nur ungern zurück. Auf dem Bauernhof, den ihre Eltern bewirtschafteten, musste sie schon in jungen Jahren schwere Arbeit verrichten.
Für die Gemeinde Michelau sprach Bürgermeister Helmut Fischer (CSU) die besten Glückwünsche aus und überreichte Blumen und ein Präsent, für die evangelische Kirchengemeinde gratulierte Pfarrer Matthias Hain, der dem Jubelpaar Gottes Segen aussprach. marr
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