Himmelkron

Damit der tote Winkel nicht zum Todeswinkel wird

Der ADAC Nordbayern führt seit mehr als zehn Jahren die Verkehrsicherheitsaktion "Toter Winkel - Todeswinkel" an den Grundschulen der Region durch. Kürzlich...
Artikel drucken Artikel einbetten
Franziska Leitschuh (links) vom ADAC Nordbayern erklärt den Schülern der Grundschule Himmelkron den toten Winkel. Im Hintergrund Lehrerin Kathrin Döring Foto: Werner Reißaus
Franziska Leitschuh (links) vom ADAC Nordbayern erklärt den Schülern der Grundschule Himmelkron den toten Winkel. Im Hintergrund Lehrerin Kathrin Döring Foto: Werner Reißaus
Der ADAC Nordbayern führt seit mehr als zehn Jahren die Verkehrsicherheitsaktion "Toter Winkel - Todeswinkel" an den Grundschulen der Region durch. Kürzlich nahmen die dritten und vierten Klassen aus Himmelkron-Lanzendorf mit ihrer Lehrerin Kathrin Döring daran teil.
Mit der Aktion soll auf die Gefahren durch abbiegende Laster oder Busse aufmerksam gemacht. Die Kinder erfuhren hautnah, wie ganze Schulklasse im toten Winkel eines Außenspiegels verschwinden können.


Viele tödliche Unfälle

Franziska Leitschuh vom ADAC erläuterte den Jungen und Mädchen, dass das Aufeinandertreffen von einem großen Fahrzeug und einem Fußgänger oder Radfahrer zu den gefährlichsten Situationen im Straßenverkehr zählt. Jedes Jahr würden viele Radler oder Fußgänger bei Unfällen mit rechts abbiegenden Lastern sterben. Häufige Ursache sei der tote Winkel. Betroffen seien hier oft die schwächsten Verkehrsteilnehmer, Kinder auf dem Schulweg und im Freizeitbereich.
Besonders hoch ist das Unfallrisiko laut Experten, wenn ein Brummi an der Ampel steht und nach rechts abbiegen will. Ein Radfahrer zwischen Laster und Bürgersteig könne vom Fahrer nicht gesehen werden. Auch ein Kind, das mit seinem Rad auf dem Gehweg fährt, gerät leicht in den toten Winkel. Beim Abbiegen komme es dann schnell zu schweren Unfällen.
"Mit diesem anschaulichen und praxisorientierten Programm sollen die Kinder lernen, diese Gefahr des Straßenverkehrs zu erkennen. Und sie erfahren, wie durch richtiges Verhalten Unfälle vermieden werden können", so Leitschuh.


Den gibt's ja wirklich

Sie stellte den Kindern der Grundschule Himmelkron-Lanzendorf viele Fragen: "Was ist der tote Winkel? Gibt es mehr als einen davon? Wie verhalte ich mich richtig?" Die Antworten wurden dann in 60 spannenden Minuten vermittelt. Dabei hatten die Schüler die Möglichkeit, sich vom Fahrersitz eines Lasters aus davon zu überzeugen, dass es den toten Winkel tatsächlich gibt und dass er größer ist, als man gemeinhin denkt.
Die Experten erarbeiteten mit den Schülern auch das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Der Merkspruch "Wenn ich den Fahrer nicht im Spiegel des Lasters oder Busses sehen kann, kann der Fahrer mich auch nicht sehen" stand dabei im Mittelpunkt. Franziska Leitschuh: "Blickkontakt schafft Partnerschaft! Lieber bei Unsicherheit auf die Vorfahrt verzichten und so einen schlimmen Unfall vermeiden."
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren