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Ebern

DLRG: Schwimmen lernen bis zum Ende der vierten Klasse

Ebern — Das Schulschwimmen an der Grundschule Ebern/Rentweinsdorf findet mit Unterstützung der Schwimmtrainer Rudi Rath und Klaus Bayersdorfer von der Deutschen Lebensrettungsgesel...
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Ebern — Das Schulschwimmen an der Grundschule Ebern/Rentweinsdorf findet mit Unterstützung der Schwimmtrainer Rudi Rath und Klaus Bayersdorfer von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) statt. Die Schwimmfähigkeit der Schüler in der Grundschule soll sich, wie der DLRG-Ortsverband mitteilt, am Mittwoch, 1. Juli, bei der "Aktion Sicherer Schwimmer" im Freibad Ebern erweisen.
Zum Beginn des Schuljahres hatte man laut Mitteilung des DLRG eine Schwimmfähigkeit der Kinder in den drei ersten Klassen von gerade mal 39 Prozent festgestellt. Das heißt, nur gut jedes dritte Kind konnte schwimmen. "Dieses ist ein neuer Negativrekord", bemerkt DLRG-Vorsitzender Rudolf Rath dazu. Seit der Schließung des Hallenbades vor vier Jahren sei eine kontinuierliche Abnahme der Schwimmfähigkeit zu verzeichnen. Ein gefährlicher Trend, den man stoppen will.
Der Anteil der Schwimmer in den drei ersten Klassen sei nun zum Schuljahresende durch intensives Üben im Schwimmunterricht auf genau 60 Prozent angestiegen. Doch damit wollen sich die DLRG-Trainer nicht zufrieden geben: "Unser Ziel ist, dass diese restlichen 40 Prozent Nichtschwimmer im Laufe des nächsten Schuljahres auch das ,Seepferdchen' erhalten können", teilt Rath mit. Das heißt, die Schüler sollen bis dahin zumindest in der Lage sein, vom Beckenrand zu springen und 25 Meter weit zu schwimmen sowie einen Gegenstand mit den Händen aus schultertiefem Wasser zu holen.

Großes Ziel

Man wolle verwirklichen, dass möglichst alle Kinder die Grundschule nach der vierten Klasse als Schwimmer verlassen können, kündigen die Trainer an. Die Zusammenarbeit mit der Schule sei hervorragend und "lässt uns auch weiterhin optimistisch in die Zukunft blicken", teilt die DLRG mit: "Die Freude über jedes Kind, welches den Sprung zu den Schwimmern geschafft hat, ist eine schöne Entlohnung für unsere geleisteten Trainerstunden."

Die ersten Erfolge

31 Kinder der ersten bis dritten Klasse an der Grundschule Ebern/Rentweinsdorf haben in diesem Jahr das "Seepferdchen" abgelegt; von der Grundschule Untermerzbach waren es zwei Schüler der dritten und vierten Klasse.
Deutsche-Jugend-Schwimm-Abzeichen (DJSA), die es je nach Leistungsfähigkeit in Gold, Silber oder Bronze gibt, konnten in diesem Schuljahr bisher 34 Schüler aus Ebern/Rentweinsdorf und acht aus Untermerzbach erwerben, wobei die Abnahme der Gold-Abzeichen (ab neun Jahre) noch ausstehe.
Dafür sind folgende Leistungen erforderlich: 600 Meter in höchstens 24 Minuten schwimmen, 50 Meter Brustschwimmen in maximal 70 Sekunden, 225 Meter Kraulschwimmen, 50 Meter Rückenschwimmen mit Grätsch-Schwung ohne Armbewegung oder Rückenkraulschwimmen, 15 Meter Streckentauchen, Tieftauchen von der Wasseroberfläche mit Heraufholen von drei Tauchringen aus zwei Metern Tiefe in höchstens drei Tauchversuchen, ein Sprung ins Wasser aus drei Metern Höhe, 50 Meter Transportschwimmen: Schieben oder Ziehen, Kenntnis der Baderegeln sowie Wissen über Maßnahmen bei Bade-, Boots- und Eisunfällen (Selbst- und einfache Fremdrettung). Eine beachtliche Anforderung also, die andererseits aber für die Fähigkeit steht, sich auch in tieferem Wasser gefahrlos zu bewegen.

Aktionstag

Die Aktion "Sichere Schwimmer" steigt am Mittwoch, 1. Juli, ab 9.30 Uhr im Freibad. Dabei sind eine Ehrung, Schwimmvorführungen der Kinder mit DJSA-Gold und eine Badeenten-Bergungsaktion für die Erstklässler geplant. Bis 12 Uhr sollen Spaß und Spiele im Nichtschwimmerbecken und am Sprungturm stattfinden. eki


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