Ebelsbach

"Consortium Musicum" bietet musikalisches Feuerwerk zum Jahresschluss

Das Motto "Klassisch das Jahr beenden" verfolgt die Kulturgemeinde Ebelsbach-Eltmann traditionell: Zum fünften Mal gewann sie nun das "Consortium Musicum" a...
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Harry Ries gilt als ein Meister auf der Posaune. Das Bild ist bei einem früheren Konzert in Ebelsbach entstanden. Foto: Günther Geiling
Harry Ries gilt als ein Meister auf der Posaune. Das Bild ist bei einem früheren Konzert in Ebelsbach entstanden. Foto: Günther Geiling
Das Motto "Klassisch das Jahr beenden" verfolgt die Kulturgemeinde Ebelsbach-Eltmann traditionell: Zum fünften Mal gewann sie nun das "Consortium Musicum" aus den Niederlanden für ein Konzert am Donnerstag, 29. Dezember, 19 Uhr, in der Magdalenenkirche in Ebelsbach. Die profilierten Instrumentalisten bieten ein musikalisches Feuerwerk und erfreuen damit sicherlich die Freunde klassischer Musik.
Unter der Leitung von Harry Ries spielen Luc Scholtes, Dominique Steins und Dion Kowalski unter anderem Werke von Bruckner, Mielenz, Agrell, Rathgeber, Vacek und Lecicku. "Klangwelten in Tradition" steht über dem Programm, bei dem die vier Musiker auch mit Alphörnern auftreten.
Das Alphorn ist ein uraltes Instrument und kam bei den meisten Hirtenstämmen Europas und Asiens vor. Das Hirtenhorn hatte früher als Lock- und Verständigungsinstrument seinen festen Platz. Man konnte es nämlich je nach Landschaft fünf bis zehn Kilometer weit hören. Dabei ist es ein Instrument, das seine Baumherkunft am wenigsten verleugnen kann. Seine unten gebogene Form verdankt es tatsächlich Fichten, die am Hang krumm gewachsen waren. Für den Alphornbau wurden sie geschält und der Länge nach halbiert. Heute wird ein Alphorn meist aus drei zusammensetzbaren Teilen gefertigt und seine Schallbeckenkrümmung entsteht nach zwar regional unterschiedlichen, aber genormten Mustern.
Wie das Naturhorn besteht es aus einem langen Rohr ohne Grifflöcher oder Ventile. Daher können auf ihm nur die Töne der Naturtonreihe geblasen werden. Um unterschiedliche Tonarten spielen zu können, gibt es die Alphörner in verschiedenen Längen und unterschiedlichen Grundtönen. Das mit 2,45 Meter kürzeste Alphorn hat den Grundton C, das längste mit 4,05 Metern den Grundton E.


Füllig und weich

Eigenartigerweise zählt es zu den Blechblasinstrumenten, aber es nimmt eine Mittelstellung zwischen Holz- und Blechblasinstrument ein. Sein Klang vereint die Klangfülle eines Blechblasinstruments wie der Posaune mit der Weichheit eines Holzblasinstruments wie etwa der Oboe. Im klassischen Sinfonieorchester ist das Alphorn noch seltener zu Gast als das Saxophon. Leopold Mozart, Amandeus' Vater, hat seine "sinfonia pastorella in G" für Alphorn und Streicher komponiert.
Die vier Musiker beherrschen ihre Instrumente, sind Könner auf ihren Posaunen und auch auf dem Alphorn. Professor Harry Ries ist kein Unbekannter in Ebelsbach und gerne in Franken. Er ist seit Jahren Soloposaunist und Dozent für Posaune an den Hochschulen in Maastricht und Köln.
Luc Scholtes spielte beim WDR-Symphonieorchester und bei der Philharmonie Zuid-Nederland Posaune und Euphonium. Dion Kowalski ist Dozent an der Musikschule Aachen und Posaunist bei "Fanfare Koninklijke Landmacht Bereden Wapens", während Bass-Posaunist Dominique Steins im niederländischen Jugend-Symphonieorchester spielte und Dozent in der "Niederländischen Symphonischen Blasmusik" ist.
Als "Posaunen-Quartett" haben sie beachtliche künstlerische Erfolge gefeiert. Der Eintritt zum Konzert ist frei; Spenden sind gerne erwünscht. gg
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