Knetzgau

Coca-Cola-Mitarbeiter erhalten mehr Kohle

klaus Schmitt Der Streik der Coca-Cola-Mitarbeiter in Knetzgau hat sich gelohnt: Sie bekommen mehr Geld. Coca-Cola European Partners Deutschland (CCEP DE) u...
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Am 11. April verliehen Mitarbeiter des Knetzgauer Werkes mit einem Streik und einem Protestzug vom Unternehmen zum TSV-Sportheim ihrer Forderung nach mehr Geld Nachdruck. Mit Erfolg, wie sich jetzt herausgestellt hat. Vorne (in der roten Jacke mit Lautsprecher) ist Ibo Ocak zu sehen.  Foto: Christiane Reuther/Archiv
Am 11. April verliehen Mitarbeiter des Knetzgauer Werkes mit einem Streik und einem Protestzug vom Unternehmen zum TSV-Sportheim ihrer Forderung nach mehr Geld Nachdruck. Mit Erfolg, wie sich jetzt herausgestellt hat. Vorne (in der roten Jacke mit Lautsprecher) ist Ibo Ocak zu sehen. Foto: Christiane Reuther/Archiv
klaus Schmitt

Der Streik der Coca-Cola-Mitarbeiter in Knetzgau hat sich gelohnt: Sie bekommen mehr Geld.
Coca-Cola European Partners Deutschland (CCEP DE) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben die Tarifverhandlungen nach der zweiten Verhandlungsrunde erfolgreich abgeschlossen, wie Coca-Cola am Dienstag mitteilte und die Gewerkschaft auf Anfrage bestätigte. Beide Parteien einigten sich in der Nacht zum Dienstag auf eine Entgelterhöhung von 2,2 Prozent für alle Tarifmitarbeiter und Auszubildende für das Jahr 2017.
Wie bereits 2015 vereinbart, erhöht sich laut Unternehmensangaben die Altersvorsorge um 200 Euro auf 1000 Euro pro Jahr. Das Urlaubsgeld steigt auf 30 Euro pro Urlaubstag.
Für das Jahr 2018 wurde eine weitere Entgelterhöhung von monatlich 100 Euro für die unteren und mittleren Lohngruppen und 50 Euro monatlich für die oberen drei Gehaltsgruppen sowie für die Auszubildenden vereinbart.
"Dieser Tarifabschluss bedeutet eine faire Anerkennung der Leistungen unserer Mitarbeiter. Insbesondere im Jahr 2018 profitieren die unteren Einkommensgruppen von den Entgeltsteigerungen. Gleichzeitig bedeutet dieser Abschluss Planungssicherheit für unser Unternehmen in einem wettbewerbsintensiven Markt", sagt Brigitte Faust, Geschäftsführerin Personal und Arbeitsdirektorin der CCEP DE.
Auch die Gewerkschaft ist mit dem Abschluss zufrieden. Ihre Hauptforderung bestand darin, dass mehr Geld auf das Konto der Mitarbeiter fließt, und zwar nicht nach einer prozentualen Erhöhung, sondern nach einer konkreten Summe, sodass vor allem die unteren Lohngruppen profitieren können.
Ibo Ocak, der Geschäftsführer der Gewerkschaft NGG für Unterfranken, der an den Tarifverhandlungen in Berlin teilgenommen hatte und am Dienstag auf dem Rückweg nach Würzburg war, meinte in einer ersten Stellungnahme, dass der Streik der Mitarbeiter in Knetzgau sowie an den anderen Coca-Cola-Standorten sich ausgezahlt habe. "Mit eisernem Willen haben wir uns durchgesetzt."
Ocak bezeichnet das ausgehandelte Ergebnis als "einen der höchsten Abschlüsse" in der deutschen Tariflandschaft. Das Unternehmen könne die neuen Sätze verkraften, erklärt er. "Die Wirtschaft boomt", sagt Ocak.

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