Coburg

Coburger Pionier an der Universität Missouri-Columbia

Coburg — Andreas Ross ist in doppelter Hinsicht ein Vorreiter: Zum einen war er einer der ersten Studenten der Hochschule Coburg, die im Rahmen der Partnerschaft zwischen der Hochs...
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Andreas Ross, ehemals Student der Hochschule Coburg, darf nun den Doktortitel tragen. Foto: privat
Andreas Ross, ehemals Student der Hochschule Coburg, darf nun den Doktortitel tragen. Foto: privat
Coburg — Andreas Ross ist in doppelter Hinsicht ein Vorreiter: Zum einen war er einer der ersten Studenten der Hochschule Coburg, die im Rahmen der Partnerschaft zwischen der Hochschule Coburg und der Universität Missouri-Columbia ("Mizzou") ein Semester an der amerikanischen Universität verbracht hat. Jetzt ist er auch der erste Doktorand von der Coburger Hochschule, der dort promoviert hat.
Andreas Ross studierte Physikalische Technik an der Hochschule Coburg. Schon während seines Austauschsemesters in den USA erhielt er das Angebot, eine Doktorarbeit an der Universität Missouri zu schreiben. Nach dem erfolgreichen Abschluss in Coburg, nahm er dieses Angebot dann wahr. Der Diplomand beschäftigte sich mit dem Thema Solarenergie. Ziel seiner Forschung war, Solarenergie in chemische Energie umzuwandeln und so speichern zu können. Denn die Sonne liefert mehr Energie an einem Tag als die gesamte Weltbevölkerung in einem Jahr konsumiert. Deshalb eignet sich die Sonne bestens als Energiequelle. Aber das Problem liegt in der Speicherung dieser Energie.
Die Anorganische Chemie bietet eine Möglichkeit, Solarenergie direkt in chemische Energie umzuwandeln. Dabei werden Metallkomplexe als Katalysatoren zum Spalten stabiler Moleküle eingesetzt. Besonders attraktiv ist die Spaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff. Wasserstoff kann wie Gas verbrannt werden und Motoren antreiben. Mehrere Automobilkonzerne experimentieren schon mit den sogenannten Brennstoffzellen als Motor.
Die Forschungsgruppe um Professor Sharp aus Columbia, in der Andreas Ross forschte, hat ihren Schwerpunkt in der Grundlagenerforschung der photochemischen Prozesse bei Übergangsmetallkomplexen von Platin und Iridium. Die Doktorarbeit des Coburger Absolventen trägt dazu bei, effiziente Energiespeicher zu ermöglichen. (Titel: Die Photochemie von Platin- und Iridium-Komplexen und deren Relevanz in der Speicherung und Umwandlung von Solarenergie).
Das Studium der Physikalischen Technik in Coburg hat die Grundlagen für seine Arbeit in der Anorganischen Chemie gelegt. Die enge wissenschaftliche Verbundenheit der Hochschule Coburg und der Universität Missouri kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass der Coburger Vizepräsident und Professor Jürgen Krahl Mitglied der Promotionskommission war, teilte die Hochschule mit. mr

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