Niederfüllbach

CSU beklagt "Stillstand im Gemeinderat"

Auf der Hauptversammlung des CSU-Ortsverbands Niederfüllbach gab Vorsitzender Iso Capan zu Beginn einige Fakten bekannt. Der Ortsverband zähle 35 Mitglieder...
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Auf der Hauptversammlung des CSU-Ortsverbands Niederfüllbach gab Vorsitzender Iso Capan zu Beginn einige Fakten bekannt. Der Ortsverband zähle 35 Mitglieder. Der Altersdurchschnitt liege bei 56,6 Jahren und die durchschnittliche Mitgliedsdauer im seit 39 Jahren bestehenden Ortsverband betrage 19,4 Jahre.
Doch im Mittelpunkt der Versammlung standen Ehrungen treuer Mitglieder, die der Vorsitzende, Landtagsabgeordneter Jürgen Heike und Kreisvorsitzender Martin Mittag durchführten. Geehrt wurde Marita Pollex-Claus, Zweite Bürgermeisterin der Gemeinde. Sie sei, so Heike, eine Frau, die niemals an Herzdrücken leide: "Energisch, gradlinig - hart, aber gerecht!" Die neue Ehrennadel mit zwei Sternen für 20 Jahre Treue zur CSU heftet ihr Martin Mittag an; für jedes Jahrzehnt einen Stern.
In der Versammlung wurden auch die Delegierten für die Kreisvertreter-Versammlung im September zur Bundestagswahl gewählt: Bastian Büttner, Achim Brückner, Marita Pollex-Claus und Iso Capan. Ersatz-Delegierte sind Markus Schindler, Thomas Müller, Sascha Wolf und Oliver Carl.
Positives hat Jürgen Heike in seinem Bericht aus dem Landtag mitgebracht. Laut Meinungsumfrage liege die CSU derzeit bei starken 48 Prozent.
Inzwischen gebe es bei uns über eine halbe Million Flüchtlinge und Asylanten, die nicht registriert seien, stellte Heike fest. Er wisse nicht, wie das weitergehen solle. Und weiter stellt er fest: "Aus Datenschutz darf nicht Täterschutz werden." Bei den anstehenden Wahlen fordert er, die Nähe zum Menschen zu suchen: "Wir müssen auch hören, nicht nur reden!"


Widerstand am Leben halten

Martin Mittag berichtete aus dem Kreistag, in dem es auch um die viel diskutierten Stromtrassen im heimischen Raum ging. Wenn man sich beim ersten Schritt auch erfolgreich gewehrt habe, erfahre man von der Bundesnetzagentur nicht, was wirklich Sache sei. Daher bittet Mittag weiterhin von allen um Unterstützung gegen die Vorhaben.
In Richtung aufkommender Gruppierungen warnte der Kreisvorsitzende: "Es dürfen die nicht unterstützt werden, die nur durch das Brüllen von Stammtisch-Parolen auf sich aufmerksam machen!" Sonst werde es bald große Probleme geben.


Keine Taten folgen

Kilian von Pezold stellte als Fraktionssprecher im Gemeinderat fest, dass im Niederfüllbacher Gremium zwar viel geredet, aber wenig getan werde. Die ICE-Einschleifung, die durch das Gemeindegebiet führt, sei nach seiner Meinung "ein riesiger Irrsinn, bei dem 32 Millionen Steuergelder verschwendet worden" seien. Dazu gehöre auch die Brücke, die die Strecke überspannt und das Gewerbegebiet erschließen soll. Nicht nur die CSU-Fraktion habe sich vergeblich dagegen gewehrt. Doch den Bürgermeister habe man nicht dafür gewinnen können.
Ideen würden massiv totgespart. Ob es nun um die Beckenhausbrücke gehe oder um "unkorrekte Anforderungen von Mitteln aus der Städtebauförderung". "Wir könnten so ein schöner Ort sein", stellt Kilian von Pezold abschließend fest, "wenn die Gestaltungsmöglichkeiten nicht bewusst klein gehalten werden würden." ka

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