Burgkunstadt

Burgkunstadter Tafel versorgt 185 Erwachsene und 163 Kinder

Von der unbezahlbaren Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Burgkunstadter Tafel machten sich SPD-Mandatsträger aus der Region ein Bild. Gern...
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Silke Mohler
Silke Mohler
Von der unbezahlbaren Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Burgkunstadter Tafel machten sich SPD-Mandatsträger aus der Region ein Bild. Gerne nahmen Klaus Adelt, Sprecher der oberfränkischen SPD-Landtagsabgeordneten, Susann Biedefeld, SPD-Landtagsabgeordnete aus Altenkunstadt, Monika Faber, Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, und Hans Peter Marx, stellvertretender Landrat, die Einladung der Vorsitzenden der Burgkunstadter Tafel, Silke Mohler, auf einen Besuch der Tafel an.
Das Angebot der Tafel Burgkunstadt besteht seit 2010. In den ersten Jahren arbeiteten sie mit der Tafel in Kulmbach zusammen. Seit 2013 jedoch ist die Tafel in Burgkunstadt selbstständig. Seit dem Beginn ihrer Arbeit nimmt die Anzahl der Bedürftigen, die sich an die Tafel wenden, stetig zu. "Inzwischen versorgen wir 185 Erwachsene und 163 Kinder mit Lebensmitteln. Es ist keine Seltenheit, dass etwa 90 Erwachsene und um die 120 Kinder an einem Donnerstag die Tafel nutzen", berichtet Silke Mohler.
Die regelmäßige Versorgung von so vielen Personen mit Lebensmitteln geht natürlich auch mit viel Arbeit einher. So kamen bei 60 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern im Jahr 2016 mehr als 5000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit zusammen. Die älteste Helferin der Tafel ist 82 Jahre alt. Nicht für selbstverständlich erachtet die Vorsitzende auch das Engagement und die Hilfsbereitschaft vieler Flüchtlinge. "Wenn ich Hilfe brauche, sind sie sofort da", betonte Mohler.
Sorgen macht sich die Tafel um die zunehmende Neiddebatte in der Gesellschaft. "Diese Diskussion ist vollkommen fehl am Platz. Bei uns werden alle gleich behandelt", bekräftigt die Vorsitzende. Dabei setzt sich die Zahl der Hilfsbedürftigen, die vor allem aus den Gemeinden Altenkunstadt, Burgkunstadt, Weismain und Redwitz stammen, zu einem Drittel aus Seniorinnen und Senioren, zu einem Drittel aus kinderreichen Familien und zu einem Drittel aus Asylbewerbern zusammen.
"Wir übernehmen mit unserer Arbeit Aufgaben, für die eigentlich der Staat verantwortlich wäre. Gleichzeitig müssen wir aber dafür auch noch selbst sehr viel Geld investieren", berichteten Silke Mohler und Elfriede Höhn, Vorsitzende der Tafel in Kulmbach. So müssen Erste-Hilfe-Kurse, die Kfz-Steuer für einen Kleintransporter, Hygieneausbildung, Brandschutzausbildung, Fahrsicherheitstraining oder Müllgebühren alle selbst von der Tafel finanziert werden. Die SPD-Mandatsträger äußerten ihr Unverständnis über dieses Vorgehen. Zum Abschluss halfen Susann Biedefeld, Klaus Adelt, Monika Faber und Hans Peter Marx bei der Ausgabe der Lebensmittel mit. red
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